Die Linkspartei hat im Deutschen Bundestag einen Antrag auf ein "Fair Work"-Siegel gestellt. Dieses soll, ähnlich dem "Fair Trade"-Siegel bei Importen aus Drittweltländern, gewisse arbeitsrechtliche Mindeststandards in Deutschland definieren.

Grund für die Forderung sind schlechte Arbeitsbedingungen, die in der Branche gang und gäbe seien. So erhielten Berufseinsteiger ein Gehalt von häufig weit unter 2.000 Euro im Monat. Qualitätstester seien gar meistens Praktikanten, die noch weniger bekommen. Zudem seien Arbeitstage von 14 Stunden keine Seltenheit - Freizeit- oder Überstundenausgleich gäbe es hierfür auch nicht.

"Außerdem ist die Unsitte verbreitet, nach Abschluss der Entwicklung eines Spiels erst einmal bis zu zwei Drittel der Belegschaft zu entlassen. Gegen solche schlechten Arbeitsbedingungen brauchen wir ein Instrument", so Lothar Bisky, Medienexperte der Linke-Fraktion.

Das geforderte Siegel solle insbesondere auch bei der Vergabe der geplanten Spiele-Förderung berücksichtigt werden.