Neben eventuellen Neuwahlen droht auch dem begleitenden Browser-Spiel Bundes-Fighter II Turbo nun Ärger: Das LKA Baden-Württemberg ermittelt wegen angeblicher Darstellung verfassungsfeindlicher Symbolik.

Aktuelles - Landeskriminalamt ermittelt gegen Satire-Prügler Bundes-Fighter II Turbo

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Der Stein des Anstosses: die Kick-Attacke von Alexander Gauland
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Dass die deutschen Behörden in Sachen Nazi-Symbolik in Videospielen ganz im Gegensatz zu Filmen, in denen ein Kunstvorbehalt greift, kein Pardon kennen, weiß man dank einiger rigoroser Rückrufaktionen diverser Videospiele und Magazine.

Im Auftrag der Berliner Produktionsfirma Turbokultur GmbH mit dem Format Bohemian Browser Ballett entwickelte das österreichische Künstler-Kollektiv Colour Colliders den an Street-Fighter II Turbo angelehnten Bundes-Fighter II Turbo anlässlich der Bundestagswahl 2017, die unter Umständen wiederholt werden muss. Ein satirischer kleiner Spaß, der durchaus zum Nachdenken anregte - wenn man denn dazu kam bei all dem Gelächter und dem andauerndem Tasten-Mashing. Passend zur Bundestagswahl standen die sechs Spitzenkandidaten Angela Merkel (CDU), Martin Schulz (SPD), Christian Lindner (FDP), Sahra Wangenknecht (Die Linke), Alexander Gauland (AfD) sowie das Ungetüm der Grünen Özdehardt, (Cem Özdemir und Katrin Göring-Eckhardt) stilecht in der Biotonne zu eins verschmolzen, zur Auswahl.

Ermittlungen aufgenommen

Doch nun ist der Spaß offenbar ganz vorbei: Das Landeskriminalamt Baden-Württemberg, genauer gesagt die Abteilung Staatsschutz des LKA, ermittelt gegen Bundes-Fighter II Turbo. Der Grund: eine Sprungattacke von Alexander Gauland, die einem Hakenkreuz ähnelt.

Schon die kurze einmalige Visualisierung eines verfassungsfeindlichen Kennzeichens bringt erhebliche Risiken der Beschlagnahme und Strafverfolgung mit sich", heißt es hierzu von Seiten des Gesetzes her. Dieser Tatbestand wäre mit Alexander Gaulands vom Bohemian Browser Ballets Christian Brandes auf Anfrage noch lapidar als "Sprungattacke" deklarierter Darstellung bereits erfüllt. Hier droht unter Umständen eine Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren oder wenn man glimpflich davonkommt, eine Geldstrafe von bis zu 500.000 Euro. Allerdings liegen zur Zeit nach Auskunft des LKA "keinerlei Erkenntnisse vor".

Aktuell ist das Browser-Spiel zumindest noch immer aufrufbar.