So ziemlich jeder Deutsche dürfte über die Rabatt-Aktionen von Media Markt und Saturn zu Beginn des Jahres informiert sein ( wir berichteten), die flächendeckende Werbung machts möglich. Nun könnten die Rabatte für die Konzernschwestern zum Bumerang werden, nachdem sich über 150 vermeintlich geprellte Kunden bei den Verbraucherzentralen beschwert haben. Diese haben nun zunächst drei exemplarische Elektronik-Märkte in Berlin, Baden-Württemberg und Saarland abgemahnt und Unterlassungserklärungen gefordert. Vorgeworfen wird ihnen "irreführende Preiswerbung".

Sollte dies nicht geschehen, behalte sich der Verbraucherzentrale Bundesverband ( vzbv) die Möglichkeit einer gerichtlichen Klage vor. Gleichzeitig werden Verbraucher, die sich unfair behandelt fühlen dazu aufgerufen, sich beim Verband zu melden. Sprecher der Elektronik-Märkte wiesen die Vorwürfe zurück: "Die Preise aller Produkte waren in allen Media-Märkten am Aktionstag um 16 Prozent reduziert und eine systematische Hochzeichnung der Preise hat es im Vorfeld nicht gegeben."