Wir sind es mittlerweile gewohnt, immer und überall Zugriff auf das Internet zu haben. Im Zug, im Bus, bei der Arbeit, in der Uni. Aber auch im Weltall? Nun - auch auf der ISS besteht eine Internetverbindung. Allerdings ist diese so langsam, dass man nicht auf die Idee kommen braucht, damit Multiplayer-Online-Games spielen zu wollen.

Das berichtete zumindest der kanadische Astronaut Chris Hadfield vorgestern auf einer Pressekonferenz bei der Canadian Space Angency. Hadfield ist der erste Kanadier, der einen Weltraumspaziergang unternommen hat. Und auf der Pressekonferenz wurde er danach gefragt, ob man denn auf der ISS wohl auch Online-Games spielen würde. Seine Antwort war allerdings recht ernüchternd für die jungen Leute im Publikum.

Man hätte zwar sicherlich eine Internetverbindung - allerdings wäre sie so langsam, dass es völlig unmöglich wäre, damit zu spielen. Er verglich es eher mit einer alten 56k-Einwahlverbindung. Da liegt daran, dass sich die Internationale Raumstation mit einer Geschwindigkeit von etwa 8000 Meter pro Sekunde um die Erde bewegt. Ein stabiles Signal für eine schnelle Internetverbindung hinzubekommen, sei daher unmöglich.

Die Verbindung reicht also aus, um Textmitteilungen wie E-Mails und Co. abzurufen und vielleicht auch das eine oder andere Bild zu übermitteln. Aber wie man es auch aus Krisenregionen auf der Erde kennt, ist eine Einwahlverbindung heutzutage kaum zu mehr zu gebrauchen. Selbst bei Seiten wie Facebook wird es da schon schwierig mit der Verbindungsgeschwindigkeit.

Hadfield wird 2012 zur Erde zurückkehren und ist der erste Kanadier, der die die Raumstation befehligt.