Für die Richterin ist die Sache klar: Das Spiel Stranglehold sei nicht besonders grausam, verglichen mit dem, was täglich am Fernsehen zu sehen sein, so die Entscheidung der ersten Gerichtsinstanz.

Damit gilt der Chef einer Mediamarkt-Filiale bei Bern als freigesprochen. Der Geschäftsführer war von einem Berner Politiker aus "grundsätzlichen Überlegungen" angeklagt worden, weil sein Laden das Spiel zum Verkauf angeboten hatte.

In seinen Ausführungen erklärte die Richterin außerdem, dass die dargestellte Gewalt im Spiel nicht eindringlich geschildert werde und es die Menschenwürde nicht verletze.

Die Entscheidung könnte geeignet sein, die Diskussion um Indizierungen in Europa neu zu entfachen. Erstmals bekommen Hersteller und Händler konkret Rückendeckung durch die Gerichtsbarkeit eines Landes.