Im März ermordeten zwei Jugendliche aus Brittish Columbia im Alter von 16 und 18 Jahren die 18-Jährige Kimberly Proctor auf bestialische Art und Weise. Jetzt sind nähere Details zu dem Mord bekannt geworden.

Aktuelles - Jugendliche prahlen in Computerspiel mit brutalem Mord an 18-Jähriger

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Kimberly Proctor. Opfer eines brutalen Mordes.
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Nachdem die beiden Jugendlichen ihr Opfer vergewaltigt, zerstückelt und unter einer Brücke verbrannt hatten, erzählte der 16-Jährige einem Freund über World of Warcraft, was sie getan hatten.

Der Jugendliche nutzte dabei World of Warcraft, weil es sich dabei augenscheinlich um etwas handelte, was er nicht über MSN sagen konnte. Er gestand die Tat und verschickte sogar Links zu Zeitungen, die über das Verbrechen berichteten. Dabei zeigte er keine Reue, sondern fügte sogar noch hinzu, dass das Begehen eines solch brutalen Mordes sich nicht so angefühlt hat, wie er es erwartet hätte.

Die Tat selbst war von langer Hand über Chats und SMS geplant worden. Die beiden Jugendlichen hatten sogar Codewörter ausgemacht und einen genauen Ablauf geplant, wie sie den Mord begehen würden. Sie hatten sich Kimberly Proctor ausgewählt, weil sie ein „leichtes Ziel“ gewesen wäre.

Experten suchen nach Erklärungen - und wie so oft sind Videospiele ein leichter Weg, um das Verbrechen zu deuten:

„Man kann nie wissen, welches aggressive Kind die Fantasien eines Videospiels nimmt und sie in der Realität ausprobiert“,
sagte Professorin Bonnie Leadbeater von der University of Victoria dazu. „Man kann diese seltenen Vorfälle nicht vorhersagen.“

Der 16-Jährige träumte schon seit er ein kleiner Junge war davon, einen Menschen zu töten. Er beschrieb sich selbst als nihilistischen Atheisten. Sein Vater war ein verurteilter Verbrecher. Der 18-Jährige war ein begeisterter Gamer, der mit seiner Familie zusammenlebte. Völlig normal also.

Allein die Beschreibung des 16-Jährigen zeigt bereits, dass es hier viel größere Probleme gibt, als allein die Tatsache, dass Videospiele im Spiel waren. Man könnte es vielmehr als zufälliges Zusammentreffen von Ereignissen werten.

Sollten die beiden Jugendlichen nach Erwachsenenstrafrecht verurteilt werden, droht ihnen eine lebenslange Haftstrafe. Nach Jugendstrafrecht wären es lediglich 10 Jahre.