John Romero sprach in einem Inteview über das Genre des Shooters, und seiner Meinung nach biete das Genre noch viele, bislang ungenutzte Möglichkeiten. Man kratze momentan bloß an der Oberfläche.

Aktuelles - John Romero: Wenn World of Warcraft ein Shooter wäre

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Gemeinsam mit den Jungs von id Software wie John Carmack arbeitete John Romero auch am ersten Doom
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Nach einer gefühlten Ewigkeit hat sich Design-Legende John Romero wieder an einen neuen Shooter gesetzt. Sein letztes Projekt Daikatana enstand vor 14 Jahren und wurde von der Fachpresse und den Spielern zerrissen. Nun möchte er sich noch einmal beweisen. Doch bei der aktuellen Konkurrenz möchte man meinen, Romero habe sich einen denkbar schlechten Zeitpunkt für die Rückkehr ins Geschäft ausgesucht.

Doch mitnichten. "Es gibt unglaubliche Möglichkeiten, Neues in diesem Genre zu machen", so Romero. "Die Idee eines Shooters ist es, mit Waffen herumzurennen, aus der First-Person-Perspektive, und Dinge wegzuballern. Aber was macht man wirklich? Wie ist die Welt aufgebaut? Wer bist du, und um was geht es dir?"

"Nimm zum Beispiel World of Warcraft - Was, wenn das ein Shooter wäre? Man hat eine gigantische Welt voller Quests und Tausende Leute für PVP im Spiel. Wenn World of Warcraft ein Shooter wäre, dann wäre das etwas wirklich neues. Niemand hätte jemals so etwas Großes und Cooles gesehen."

World of Warcraft als Shooter würde sich auch eher auf Bereiche konzentrieren, die denen aus Team Fortress 2 ähneln. Die Dörfer oder Areale würden sich wie TF2-Maps spielen, in denen man dann entweder versucht, soviele Punkte wie möglich zu erzielen, oder bestimmte Aufgaben zu erledigen, wie das Abschießen von 5 Snipern, um Gegenstände zu erhalten.

Es gebe soviele Möglichkeiten im Shooter-Genre, aber die Leute würden dasselbe Prinzip immer und immer wieder kopieren, statt Innovatives zu kreieren. "Weil sie Angst davor haben, etwas Neues auszuprobieren. Wir kratzen gerade mal an der Oberfläche", so Romero.

Doch wie sehr kann man den Visionen eines Mannes trauen, der praktisch nur vom vergangenen Ruhm zehrt, und dessen einziges eigenständiges Werk Daikatana sich zum Flop entwickelte? Er habe kein Problem mit dem Druck. Den verspürte er damals als er an Daikatana arbeitete. Da verspürte er den Druck, etwas Großartiges erschaffen zu müssen. Doch das sei nun vorbei. Er habe nicht das Gefühl, etwas erschaffen zu müssen, das besser als Doom oder Quake ist.

Als Inspirationsquelle nennt Romero Minecraft. Schließlich wurde das Spiel von nur einer einzigen Person entwickelt, die mit dem Spiel die Industrie revolutioniert habe. So sehe Romero Minecraft auch als das Wolfenstein des Shooter-Genres, nur eben für das Genre der Creation Games. Man brauche Leute, die solche Konzepte aufgrund der Innovation voranbringen wollen, und nicht etwa des Geldes wegen.