Ich bin durchaus ein Befürworter von provokanten Aussagen. Ob sie nun durch Spiele, Musik, Theater oder Filme getätigt werden ist einerlei. Wichtig ist, dass hinter der Provokation auch ein Sinn zu finden ist. Sinnlose Agitation ist so spannend wie der berüchtigte Sack Reis, der in China umfällt. Wie sinnvoll ist es nun, dass man beim Spiel "JFK Reloaded" (siehe Link) die Ermordung des amerikanischen Präsidenten John F. Kennedy nachspielen kann?

Ich will sicher nicht den Moralapostel spielen, aber hier handelt es sich nicht um eine fiktive Story, sondern eine uns allen geläufige Tatsache. Was wird morgen produziert, wenn wir heute das Attentat auf JFK nachspielen? Der Anschlag auf das World Trade Center 2001? Der Abwurf von Atombomben über Hiroshima und Nagasaki? Der Giftgasanschlag von Sadam Hussein gegen Kurden oder dann doch lieber die Massakrierung von tausenden Bosniern in Srebrenica? Und dann behaupten "Es ist doch alles nur ein Spiel"? Ich denke, hier sind Grenzen in einer Art und Weise überschritten worden, die ich für inakzeptabel halte. Deshalb plädiere ich dafür, dass dieses "Spiel" von Zockern, für die der Begriff Moral nicht ein sinnfreies Fremdwort ist, ignoriert wird.

P.S.
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