Blizzard Legende Jeff Strain, der erst im letzten Jahr mit Undead Labs sein eigenes Studio gegründet hat, äusserte sich jetzt ziemlich kritisch gegenüber Free-2-Play MMOs.

Es gibt zwei verschiedene Arten von Bezahlmodellen bei den heutigen MMORPGs: Die eine Seite setzt auf regelmäßige Abogebühren und macht damit den gesamten Spielinhalt mit all seinen Funktionen verfügbar (abgesehen von beispielsweise zwanzig Euro Reittieren) und die Free-2-Play-Alternative, die sich jedoch mit allerlei kostenpflichtiger Items finanziert.

Mit zweiteren kann sich Strain scheinbar nicht so ganz anfreunden. Seiner Meinung nach ist nicht umsonst. Zwar werben einige Games mit kostenlosen Spielspaß, doch für ihn bedeutet das nur, dass die Entwickler auf anderen Wegen an ihr Geld kommen wollen: "Bedeutet Free2Play denn, dass man den ganzen Spielspaß haben kann, ohne zu zahlen? Oder knalle ich auf einen Glasboden, an dem es nur weitergeht, wenn ich immer mehr Geld investiere?" so Strain.

Aus der Perspektive eines Designers sieht der Blizzard-Veteran das Geschäftsmodell noch kritischer: "Solche Teams werden eben nicht dafür bezahlt, sich die coolsten Dinge auszudenken. Nein, stattdessen grübeln sie, wie man Spieler in den Ingame-Shop lotst, wie man sie zu Mikro-Transaktionen bringt oder wie man Werbung einbaut, ohne zu viele Spieler zu verärgern. Es mag lukrativer sein, aber für mich hat das nichts mit der Branche zu tun. Ich will meine Zeit mit so etwas nicht vergeuden.".

Strains eigenes Studio arbeitet momentan an einem MMOZ (Massive Multiplayer Zombiegame), welches für die aktuelle Konsolengeneration erscheinen soll. Strain dazu: "Ich will, dass wir all unsere Zeit damit verbringen, ein post-apokalyptische Zombiespiel zu erschaffen, das so unterhaltsam wie möglich ist.".