Jason Rohrer, ein US-amerikanischer Spieledesigner, Programmierer und Musiker, kritisierte Spiele-Sales, die sich bekanntlich vor allem auf Steam großer Beliebtheit erfreuen. Mit derartigen Sales würde man als Entwickler bloß seine Fans betrügen.

Aktuelles - Jason Rohrer: Spiele-Sales sind ein Schlag ins Gesicht

alle Bilderstrecken
Weitere Bilder zuAktuelles
Wischen für nächstes Bild, klicken um Infotext ein- / auszublendenBild 1/2Bild 8/91/9
mehr Bildersteckenalle Bilderstrecken

Denn Fans würden die Spiele des jeweiligen Studios lieben und können die Veröffentlichung des nächsten Projekts kaum erwarten. Sie wollen das neue Spiel also schnellstmöglich haben und kaufen es entsprechend zum Vollpreis.

"Doch eigentlich ist es dummn, dies zu tun, da bereits ein neuer Sale in den Startlöchern steht. Es ist großartig, Fans zu haben, die euer Spiel so sehr lieben. Für die Fans aber ist es ein Schlag ins Gesicht, wenn man das Spiel im Sale anbietet", so Rohrer.

Die Fans könnten damit das Gefühl bekommen, abgezockt worden zu sein. Gerade bei inzwischen fünf großen Steam-Sales im Jahr und den täglichen sowie wöchentlichen Sales gibt es stets Angebote, wodurch die Spieler dazu geneigt sind, lieber mit dem Kauf zu warten.

Damit dezimiere man als Entwickler die Spielerzahl und auch Kritiken zur Veröffentlichung, während die Vollpreis-Zahler mit einer kleineren Community auskommen müssen. Die Entwickler selbst entscheiden natürlich darüber, ob ihre Spieler günstiger angeboten werden. Sobald dies aber laut Rohrer viele Entwickler tun und man selbst nicht mitzieht, wird es am Ende schwieriger, Geld zu verdienen. Immer mehr Entwickler bieten ihre Spiele im Sale an und immer mehr Spieler warten dadurch auf die Sales, was alles nur noch schlimmer mache.

Einen anderen Ansatz verfolgt er bei seinem aktuellen Spiel The Castle Doctrine. Ähnlich wie damals Minecraft, bietet er es auf seiner Webseite in einer Alpha-Version zu einem günstigeren Preis (8 Dollar) an, der zum Release bei Steam auf 12 Dollar hochklettern soll. Eine Woche später soll The Castle Doctrine dann regulär für 16 Dollar erhältlich sein.

"Dieses ansteigende Preismodell ist quasi eine Umkehrung des Sale-Systems. Man erhält erst später mehr Umsatz, kurz bevor der Preis steigt. Das ähnelt dem Sales-System. Hier jedoch gibt es keine Überraschungen und es fühlt sich niemand veräppelt", erklärt er.