Nach Jahren hat Japan endlich dem internationalen Druck nachgegeben und auch den Besitz von Kinderpornografie offiziell verboten. Ausgenommen sind allerdings Darstellungen in Manga und Animes.

Aktuelles - Japan verbietet Besitz von Kinderpornografie, Manga und Animes ausgenommen

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Schulmädchen sind besonders in Hentai-Spielen beliebt (Bild von mobygames.com)
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Seit 1999 ist es auch in Japan verboten, Kinderpornografie zu produzieren und zu verkaufen. Weiterhin erlaubt war allerdings der Besitz von Kinderpornografie. Ein Umstand, der sich ändern musste. Nach Jahren internationalen Drucks hat die japanische Regierung endlich nachgegeben und ein neues Gesetz verabschiedet, das nun auch den Besitz von kinderpornografischem Material verbietet. Zukünftig soll der Besitz von pornografischen Bildern und Videos von echten Kindern mit Geldbußen bis zu 7000 Euro und mit einer Gefängnisstrafe von bis zu einem Jahr geahndet werden. Das Gesetz tritt im nächsten Monat in Kraft und sieht einen Zeitraum von einem Jahr ab Inkrafttreten vor, innerhalb dessen die Besitzer ihr Material entsorgen können, bevor die Strafverfolgung eintritt.

Ausgenommen von diesem neuen Gesetz sind Darstellungen in Manga, Animes und Spielen, also generell Darstellungen, die nicht echter Natur sind. Ein Privileg, das sich Japan für seine blühende Manga- und Animekultur aufrechterhalten möchte. In vielen Hentais, also pornografischen Animes und Manga, werden vermeintlich minderjährige Schulmädchen in eindeutig expliziten Posen und Handlungen gezeigt und / oder zu reinen Lustobjekten degradiert. Dieser sogenannte Lolita-Komplex ist in der japanischen Manga- und Animeszene häufig anzutreffen. Dass die sexuelle Darstellung von Minderjährigen in Animes und Manga nicht verboten wird, begründet die japanische Regierung damit, dass solche Darstellungen gezeichneter, und damit nicht-realer Natur sind.

Generell sind Hauptpersonen in Animes und Manga häufig sehr jungen Alters, so ist der Protagonist Ichigo Kurosaki aus Bleach zwar äußerlich als Erwachsener dargestellt, soll aber ein 15-jähriger Teenager sein.

Was anderenorts ebenfalls bereits als illegal eingestuft und in Japan noch immer legal produziert wird, sind sogenannte Junior Idols, meist junge Mädchen im Alter zwischen 12 bis 13 Jahren, die in anzüglichen Posen und Unterwäsche fotografiert werden. Dabei darf man allerdings nicht vergessen, dass diese Produktionen, egal ob fiktiver oder nicht-fiktiver Natur, keineswegs dem Mainstream angehören. So haben einzelne Distrikte wie Tokyo solche Praktiken bereits verboten.

Wer jetzt den Finger heben will, sollte nicht vergessen, dass die gezeichnete Darstellung kinderpornografischen Materials selbst in Deutschland nicht eindeutig verboten wurde. So erklärte bereits Elke Monssen-Engberding, Juristin und Vorsitzende der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien, dass solche Manga und Animes selbst in Deutschland nicht verboten würden, da sie keinen realen Missbrauch an Kindern zeigen. Solche Produkte würden höchstens als Pornografie eingestuft und wären in diesem Fall auch weiterhin von Erwachsenen erwerbbar.