Obwohl in Somalia eine überaus angespannte Lage des Bürgerkrieges wegen herrscht, gibt es dort Menschen, die auch weiterhin ihrem normalen Alltag nachgehen. Kinder und Jugendliche gehen etwa nach der Schule in Internetcafes, wo sie ihr Taschengeld für Videospiele ausgeben. Eine 30 minütige Spielrunde kostet dort 5.000 Somalia-Schilling, was in etwa 15 US-Cents entspricht.

Jetzt wurden Videospiele im Einflussbereich von Hezb al-Islam verboten. Nur zwei Tage nach dieser Ankündigung wurden alle Videospiel-Center in dem von Hezb al-Islam kontrolliertem Gebiet geschlossen. Aber auch das Spielen eines Videospieles ist nicht mehr erlaubt. Als Grund wird angegeben, dass Videospiele entworfen wurden, um die gesellschaftlichen Traditionen zu zerstören. Wer die Anweisungen missachtet, der wird bestraft und dessen Spiele beschlagnahmt.

Ein Anwohner äußerte sich zu dem Verbot und kam zu dem Punkt, dass Kinder von Videospielen abgehalten werden sollen, damit sie an den Kämpfen teilnehmen. Eine angemessene Bildung soll es ohnehin nicht geben. Der 19-jährige Abdirahman Hirsi kam ebenfalls zu Wort: "Sie verbieten einfach alles, was Spaß macht, weshalb wir uns jetzt langweilen. Dieses Land ist nicht für jüngere Leute geeignet."