Ist das nur einmalig oder schafft Irrational Games gerade einen neuen Trend in der Branche? Derzeit befinden sich die BioShock-Entwickler auf der Suche nach einem Design Manager. Gestellt werden offenbar die üblichen Anforderungen, wie sechs Jahre Erfahrung in seinem Job, mindestens drei veröffentlichte Spiele und eine Vorliebe für Ego-Shooter sollte auch vorhanden sein.

Klingt also nicht weiter ungewöhnlich, zumal Irrational Games bekanntlich Wert auf Qualität legt und dementsprechend auch qualifizierte Mitarbeiter einstellt. Doch ein Detail am Ende der Liste beunruhigt: mindestens ein Spiel des neuen Mitarbeiters muss einen durchschnittlichen Metascore von mindestens 85 Prozent erreicht haben.

Das dürfte der erste Fall überhaupt sein, bei dem eine Einstellung eines neuen Mitarbeiters vom Metascore seiner bisher veröffentlichten Spiele abhängig gemacht wird. Zuvor hörte man nur von Bonuszahlungen, die von dem Metascore abhängig gemacht wurden. Zum Beispiel bei Obsidian und Fallout: New Vegas, die die Bonuszahlen am Ende aber nicht erhalten haben, da das Rollenspiel nur knapp den mit Bethesda vereinbarten Metascore verpasste.

Der Metascore wird auf metacritic.com aus dem Durchschnitt der abgegebenen Bewertungen für das jeweilige Spiel errechnet. In der Datenbank werden die Kritiken von verschiedenen Spielemedien eingespeist und dadurch der Metascore bestimmt. Bei BioShock 2 ist das zum Beispiel ein Metascore von 88 Prozent bei 36 Kritiken.

Bleibt zu hoffen, dass andere Entwickler nicht nachziehen. Dadurch könnten einige Talente, die bisher an weniger hochwertigeren Projekten mitgearbeitet haben, nicht ihr großes Potential ausschöpfen.