Mit einem Steam Key-Giveaway sorgt ein Indie-Entwickler aktuell für Aufsehen. Die Macher des Spiels Operation Caucasus haben kostenlose Kopien ihres Spiels für diejenigen angeboten, die sich bei ihnen melden. Als eine Unterstützerin der LGBT-Community (Lesbian, Gay, Bi, Transgender) nach einem Key fragte, wurde sie beleidigt und abgewimmelt.

Aktuelles - Indie-Entwickler hetzt gegen homosexuelle Community

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Operation Caucasus zieht den Hass der homosexuellen Community auf sich.
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Werbung ist bei einem Spiel extrem wichtig. Vor allem dann, wenn ein Indie-Studio ein Spiel auf den Markt bringen will und keinen Publisher im Rücken hat. Im Falle von Dream Games ging die Werbung aber nach hinten los. Die Macher wollten Steam Keys an Spieler rausgeben, damit diese das Spiel auf Steam testen und bewerten können. Eine einfache Nachricht an die Entwickler reichte aus. Als sich aber die amerikanische Userin "Nivea" bei den Machern meldetete, wurde es schnell unschön.

"Das ist einfach der falsche Weg"

Auf die Key-Anfrage bekam die Dame mit dem Regenbogen-Profilbild die Antwort: "Wir unterstützen LGBT nicht, also bitte: F*** dich selbst!" Diese Nachricht machte Nivea anschließend bei den Steam Reviews publik, indem sie den Key eines Freundes nutze. Dies trat eine extreme Diskussion unter den Bewertungen des Spiels los, in denen sich noch einmal die Entwickler einschalteten. Zumindest wurde der Beitrag über den offiziellen Account von Dream Games erstellt.

"Wir sind echte Menschen. Wir können unseren Glauben nicht ändern." heißt es in den Kommentaren. "Du bist Christ? Dann kannst du LGBT nicht unterstützen. Du folgst einer anderen Religion? Dann gibt es ebenfalls keinen Grund für dich. In Amerika werdet ihr falsch erzogen. Das ist nicht der wahre Weg. Wenn ihr das versteht, seid ihr echte Menschen. Wenn ihr das nicht versteht, dann seid ihr nur eine Mutation eines Menschen."

"Wir brauchen weder deren Geld noch dein Geld, wenn du LGBT angehörst. Dir gefällt das nicht? Dann melde das Spiel doch. Das ist dein freier Wille. Wir werden LGBT nie unterstützen. Wir sind kein Spielzeug. Das ist unser freier Wille."

Was schon fast wie ein wahnhaftes Mantra klingt, ist aber leider bitterer Ernst. Mit diesen Aussagen haben die Entwickler (ob nun selbst geschrieben oder durch einen Mitarbeiter) den Hass der homosexuellen Community auf sich gezogen. Kleiner Trost: Aufgrund der Aussagen wurden die Verantwortlichen entlassen. Ein neuer Kommentar von Dream Games besagt:

"Uns von Dream Games tut es sehr leid, was gerade passiert. Wir haben sowohl den Editor als auch den Managing Director aus dem Team geworfen. Wir werden sicherstellen, dass so etwas in Zukunft nie wieder passiert."

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