Es gab eine Zeit, da durfte bei Capcom nicht an neuen Marken, sondern nur an Fortsetzungen gearbeitet werden. Das zumindest behauptet der ehemalige Entwicklungschef Keiji Inafune.

Aktuelles - Inafune über Capcoms geheime Entwicklungsregel

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Inafune plaudert mal wieder aus dem Nähkästchen
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Inafune hielt an einer Universität in Kyoto einen Vortrag, in dem er über seine Zeit beim japanischen Entwickler und Publisher sprach. Darunter auch über einen Vorfall, der seiner Meinung nach das Unternehmen gerettet hat.

Noch vor der Entwicklung von Lost Planet und Dead Rising wollte die Geschäftsführung von Capcom kein Risiko eingehen und setzte deshalb auf Fortsetzungen. Zwar sollte deren Anteil am Games-Portfolio etwa 70 bis 80 Prozent betragen und der Rest mit neuen Titeln gefüllt werden, diese bekamen jedoch nie eine Zustimmung.

Auch die von Inafune angeführten Prototypen von Lost Planet und Dead Rising wurden abgewiesen, trotzdem entwickelte er die beiden Spiele weiter. Im Fall von Lost Planet wurde das für die Entwicklung von Prototypen eingerichtete Budget um 400 Prozent überschritten. Da das Spiel dann bereits so weit fortgeschritten war, dachte er nicht, dass das Management die Entwicklung im Nachhinein noch stoppen würde.

Zwar wurden letztendlich beide Spiele ein Erfolg, Inafune hatte sich aber schon darauf vorbereitet, gefeuert zu werden, wäre das nicht der Fall gewesen.

Zwar setzt Capcom auch weiterhin stark auf Resident Evil, Street Fighter und Co., trotzdem ist mit Dragon's Dogma zumindest ein komplett neues Spiel in Arbeit.