Das Debakel von Aliens: Colonial Marines steckt den meisten sicher noch tief in den Knochen. Selbst das vielgescholtene Aliens VS Predators war da noch um Längen besser. Da stellt sich doch die berechtigte Frage, ob es so schnell wieder ein richtig gutes Spiel im 'Aliens'-Universum geben wird. Und wie es scheint, hätte es womöglich schon längst wieder eines geben können, hätte Sega die Entwicklung von Aliens: Crucible nicht gestoppt.

Warum Sega die Entwicklung des 'Aliens'-RPGs im Juni 2009 stoppte, weiß man leider bis heute nicht. Dabei fing alles noch so verheißungsvoll an, als das Spiel 2006 angekündigt wurde. Sowohl Sega, als auch Obsidian Entertainment waren voll des Lobes füreinander und freuten sich auf das gemeinsame Projekt. So war der 'Fallout: New Vegas'-Entwickler das einzige Studio, welches für Sega in Frage kam, um das 'Aliens'-Universum in ein packendes Sci-Fi-Rollenspiel zu packen. Und für Obsidian Entertainment war es eine Ehre, ein so legendäres Franchise handzuhaben und mit Sega zusammenzuarbeiten.

Vielleicht wollte Sega den Markt nicht mit zuvielen 'Aliens'-Spielen überschwemmen und hat dadurch die Prioritäten einfach falsch gesetzt. Und wie bekannt ist, verkaufen sich First-Person-Shooter normalerweile besser als Rollenspiele. Zumal sich bislang kein Studio an ein 'Aliens'-Rollenspiel versucht hatte und die Möglichkeit eines daraus resultierenden Flops wohl zu hoch für Sega war.

Dieser Umstand wiegt umso tragischer, wenn man sich das nun veröffentlichte 13-minütige Gameplay-Video von Aliens: Crucible ansieht, das ein, wie bereits vermutet, fast fertiges Spiel präsentiert, welches in Sachen Atmosphäre den Filmen sehr viel näher kommt als Aliens: Colonial Marines.

Und, oh Wunder, die Squad-Member reagieren auf herannahende Gefahr.

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