Wissenschaftler an der Universität Regensburg entwickelten mit Sophia ein Horror-Spiel, das die Gefühle der Spieler erkennt und basierend darauf den Spielverlauf ändern kann. Dabei setzt man eine Art Eye Tracker ein, womit der Blick auf den Bildschirm ständig registriert wird.

Noch handelt es sich um einen Prototypen, doch der könnte künftig für neuartige Erlebnisse in Videospielen sorgen. Entsprechend bietet das Team dahinter den Spieleherstellern eine Zusammenarbeit an.

In dem Spiel wird man mit einem Alien konfrontiert, so dass man unweigerlich an Flucht denkt. Doch die Kreatur soll diese Überlegungen erkennen und entsprechend reagieren. Laut den Forschern soll das Blickverhalten der Spieler je nach Situation bzw. Gefühl sehr unterschiedlich ausfallen.

Wenn man sich beispielsweise umschaut, werden die Augen weiträumig über den mittleren Bereich des Bildschirms gerichtet. Wird man hingegen bedroht und man denkt an Flucht, bewegen sich die Augen auf einen bestimmten Fluchtpunkt zu. Und will man sich verstecken, so konzentriert man sich mit den Augen mehr auf die Richtung, aus der die Gefahr kommt.

Die Informationen können auch dafür verwendet werden, um die Spieler noch mehr zu erschrecken. Inzwischen sei die Technik dahinter günstiger, so dass das Ganze keine Zukunftsmusik mehr darstellt und für Spieler angeboten werden könne. Die erste Hardware hatte noch 25.000 Dollar gekostet.