Cliff Beszinski hat fertig, um es mal mit den Worten eines einst bekannten Trainers zu sagen. Über Twitter ließ der Game Designer wissen, dass er nicht vorhabe, nochmal ein weiteres Spiel zu entwickeln.

Cliff Bleszinski wird wohl auf immer der Gears-Schöpfer bleiben

Einst war Cliff Bleszinski der Liebling bei Epic Games, dem Studio, das die meisten jüngeren Gamer wohl nur für Fortnite kennen dürften: Dort war der Game Designer mitverantwortlich für die Unreal-, Unreal-Tournament und Gears of War-Reihen. 2012 verließ Bleszinski auf der Höhe seines Erfolges nach 20 Jahren das Studio, um eine Auszeit zu nehmen und sich neu zu orientieren, wie er damals verkündete. Zwei Jahre später gründete er gemeinsam mit Arjan Brussee das 65 Mitarbeiter zählende Studio Boss Key Productions. Mit ihrem ersten Titel Lawbreakers wollten sie zurück in das rasante und kompetitive First-Person-Shooter-Genre zurück, das Ende der 1990er- und Anfang der 2000er-Jahre den PC dominierte. Obwohl der 2017 veröffentlichte Titel durchweg positive Reviews erhielt, konnte sich das Spiel nicht gegen die Konkurrenz in Form von Overwatch und Co. durchsetzen, zumal zu diesem Zeitpunkt bereits das Battle-Royal-Subgenre seinen Siegeszug führte. Die Konsequenz: Sechs Monate später wurde Lawbreakers wieder eingestampft. Als ziemlicher Schnellschuss dürfte der Versuch gelten, mit Radical Heights auf eben jenen Battle-Royal-Zug aufzuspringen. Doch offenbar waren die finanziellen Mittel ausgeschöpft, das Studio musste nur einen Monat nach dem Ende von Lawbreakers ebenfalls schließen.

Bleszinski selbst hatte sich seither noch nicht zu seiner weiteren beruflichen Karriere geäußert. Nun lieferte er diese als Antwort (oder als typische Bleszinski-Reaktion) auf den mittlerweile gelöschten Tweet eines Followers, der sich darüber beschwerte, keine Rückerstattung für Lawbreakers erhalten zu haben:

"Ich habe meine Angestellten bezahlt und in ihre Renten- und Gesundheitsversicherungen eingezahlt - selbst Monate nach der Schließung des Studios. Damit sie sich um ihre Familien kümmern konnten. Ich selbst habe zwei Jahre lang kein Gehalt bezogen. Ich verstehe deinen Unmut, aber mein Gott, das ist die Sorte Mist, weswegen ich NIE WIEDER ein weiteres Spiel entwickeln werde."

Auf Anfrage von Gamesindustry ließ Bleszinski lediglich wissen: "Ich bin damit durch."

Es bleibt abzuwarten, wie viel Gewicht man dieser Aussage beimessen darf.