Wer kennt sie nicht, die Handy-Süchtis. Ein Handy reicht oft nicht, es müssen zwei sein oder sogar drei. Verschiedene, auswechselbare "Skins" sind dabei so selbstverständlich, wie die Tatsache, dass vor allem bei Jugendlichen das gesamte Taschengeld in Telekommunikation investiert wird. Oft werden wegen hohen Gesprächsgebühren und teuren Klingeltönen sogar Schulden gemacht, was nicht selten zu familiären und sozialen Problemen führt.

Wie gehen die Menschen in anderen Ländern mit der "Funke" um? Dieser Frage ist ein ZDF-Fernsehteam unter dem Motto "Handykulturen - anders telefonieren" nachgegangen. Um Antworten zu finden, erforschten die Reporter in Israel, China, Italien, Südafrika, Singapur und in Arabien die dortigen Handy-Gewohnheiten. Während in Italien das "telefonino" das öffentliche Leben bestimmt und ca. sechs Prozent der Italiener als süchtig gelten, rüsten Israelis aus Angst vor Anschlägen ihre ganze Familie mit den kleinen Nervensägen ("Mobiles") aus. Für orthodoxe Juden gibt es sogar "koschere" Handys ohne Internetzugang.

Am kommenden Samstag, 8. Januar 2005, um 18.30 Uhr wird 3sat die ZDF-Dokumentation über Handykultur(en) ausstrahlen. Ob nun "telefonino" oder "Mobiles", auch hier zu Lande kann dieser Blick über den Tellerrand sicher nicht schaden. Und wenn es nur darum geht zu sehen, wer verrückter ist: Die oder wir.