Erst kürzlich forderte ein Gericht Hacker George "GeoHot" Hotz im Rahmen eines Rechtsstreites zwischen ihm und Sony dazu auf, sämtliche Festplatten und Geräte Sony zu übergeben.

Wie Sony jetzt in einem Dokument erklärte, habe Hotz nicht nur wichtige Beweismittel von seinen Festplatten entfernt, sondern sich auch nach Südamerika abgesetzt. Damit wolle er versuchen, die Daten nicht an dritte Personen übergeben zu müssen und die Autorität des Gerichtes zu missbrauchen.

Außerdem steht in dem Dokument, dass Hotz' Aussage falsch sei, er würde über keinen PSN-Account verfügen. Sony konnte durch die IDs seiner vier PS3-Konsolen nachweisen, dass im letzten Jahr ein PSN-Account von ihm eingerichtet wurde. Somit habe er also die Nutzungsbestimmungen akzeptiert.

Die geloggte IP-Adresse konnte bis zu seinem Heimatort zurückverfolgt werden und unter seinem registrierten Nutzernamen "blickmaniac" konnte man außerdem einige Kommentare im Internet finden, die sich mit Handy-Hacking beschäftigten.

Jedenfalls meldete sich inzwischen Hotz' Anwalt zu Wort und gab an, dass an der ganzen Sache nichts dran sei. Ein solches Gerichtsverfahren gegen ein großes Unternehmen wie Sony, das von fünf Anwälten vertreten wird, sei für einen 21-Jährigen sehr teuer, sodass man keine Reise nach Südamerika antreten könne.

Das eingenommene Geld von Hotz würde komplett für das Gerichtsverfahren verwendet werden, der Rest solle an die Electronic Frontier Foundation gehen.

Wie er außerdem erklärte, könne man nicht einfach so vor einem Prozess davonlaufen, da Hotz rund um die Uhr erreichbar sein müsse. Die spontane Südamerika-Reise soll also nicht stattgefunden haben.