Wie die GVU in einer Pressemitteilung bekannt gab, ist nach Kino.to nun ebenfalls das große Portal Drei.to offline. Drei.to bot mehr als 57.000 PC- und Konsolen-Spiele sowie Musik, Pornos und Kinofilme.

Drei.to wurde schon im Jahr 2004 unter 3dl.am gegründet und wurde Anfang 2008 von der schweizerischen Vereinigung zur Bekämpfung der Piraterie (SAFE) ins Visier genommen. Gemeinsam mit der GVU konnten nach eigenen Angaben aber erst jetzt neue Erkenntnisse gewonnen werden.

So soll es Ende Mai noch knapp 1,5 Millionen Downloadlinks zu urheberrechtlich geschützten Spielen, Filmen und Musikdateien gegeben haben. Auch konnte ein ehemaliger Betreiber ausfindig gemacht werden, der das Portal von Dezember 2007 bis Juli 2009 betrieben hatte.

Laut seiner Aussage verdiente er im Monat über 40.000 Schweizer Franken, was umgerechnet rund 33.800 Euro sind. Da die Seite allerdings nicht mehr rentabel gewesen sei, verkaufte er sie 2009 für 85.000 Euro. Der jetzige Betreiber übernahm das Projekt angeblich erst vor zwei Monaten.

In einer offiziellen Stellungnahme von Drei.to heißt es, dass man nicht von den Behörden hochgenommen wurde. Auch sei man nicht gehackt oder verkauft worden. Stattdessen: "Bei so einem großen Portal ist es einfach nicht realistisch den Gedanken zu hegen, dass dies immer so weitergehen kann, ohne dass man von den Behörden ins Visier genommen wird."