Wie das Manager-Magazin berichtet, sind zehn Prozent aller Computerprodukte gefälscht. Das geht aus einer Studie der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG und der Alliance for Gray Market and Counterfeit Abatement (AGMA) hervor, für die Führungskräfte der IT- und Elektroindustrie befragt wurden. Demnach erlitt die Industrie neben einem Verlust von ca. 83 Mrd. Euro auch einen erheblichen Imageschaden. Für fast alle Beteiligten ist klar, dass Verluste in dieser Größenordnung dem organisierten Verbrechen zuzuschreiben sind.

" Das ist ein deutliches Anzeichen dafür, dass diese Form von Etikettenschwindel kein Kavaliersdelikt, sondern ein höchst profitables illegales Geschäft ist", sagte Christoph Kampmeyer von KPMG Deutschland. Für Verbraucher sei es sehr schwer, sich vor diesen Machenschaften und damit dem Kauf von illegalen Produkten zu schützen, denn " die Sensibilität für die Fälschung technologisch hochwertiger Produkte bei den Konsumenten sei kaum vorhanden". Deshalb sieht Kampmeyer nicht nur einen Nachholbedarf bei den Herstellern Warnzeichen zu deuten, sondern auch die Verbraucher müssten darin geschult werden.