Nach den Amokläufen in Winnenden und Wendlingen, wurde von Baden-Württembergs Landesregierung der sogenannte "Expertenkreis Amok" einberufen. Darunter finden sich Politiker, Jugendschützer und Schulvertreter, die in dieser Woche insgesamt 83 Empfehlungen gegen Amokläufe präsentierten. Darunter auch ein Verbot von Kampfspielen und das freiwillige Abgeben von Waffen und Munition. Das Wort "Killerspiel" fiel in keinem einzigen Satz.

Aktuelles - Gremium empfiehlt Verbot von Kampfspielen und Paintball

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Auch Paintball soll verboten werden.
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Laut Udo Andriof, dem Vorsitzenden des Gremiums, geht es um "realistische, tötungsähnliche Spiele sowie Paintball." In den Bericht heißt es: "Es wäre paradox, das virtuelle Schießen auf Menschen in Computerspielen zu verbieten, während das reale Schießen mit Farbkugeln auf Menschen bzw. mit scharfen Waffen in wirklichkeitsnahen Situationen weiter zulässig bleibt."

Vor allem die Möglichkeiten der Indizierung von Spielen sollen stärker genutzt werden und Provider müssen bei "absolut unzulässigen Inhalten" stärker in die Pflicht genommen werden. Auch eine Altersempfehlung von Spielen, die im Internet angeboten werden, sollen eingeführt werden.

Zur Entwarnung: Das Gremium setzt nur Empfehlungen aus, was also bedeutet, dass die Forderungen nicht realisiert werden müssen. Einige Vorschläge möchte der Ministerpräsident Günter Oettinger von Baden-Württemberg aber umsetzen. Übrigens wurde kein einziges "Killerspiel" bei dem Täter des Ansbacher Gymnasiums gefunden.