Über 200 Jahre lang schreckte die Gerichtsbarkeit der Vereinigten Staaten davor zurück, Waffenbesitz generell zu gestatten. Jetzt ist das Urteil gefällt: Keinem US-Bürger darf es grundsätzlich verboten werden, Waffen zu besitzen. Ein Freibrief also - ein Grundrecht für Jedermann - in einem Land, in dem bereits jetzt geschätzte 250 Millionen Schusswaffen im Umlauf sind.

Zahlreiche Rechtsexperten rätseln derzeit noch, was das Urteil in letzter Konsequenz bedeutet. Die Folgen sind nicht absehbar. Und während der Vizepräsident der Organisation der Waffenbesitzer (NRA) von einem "großen Augenblick in der amerikanischen Geschichte" und einer "monumentalen Entscheidung" spricht, steht den Waffengegnern das Entsetzen ins Gesicht geschrieben. Für sie ist eine Zunahme der Gewaltverbrechen und Amokläufe vorprogrammiert.

Und damit rücken dann auch die Videospiele bald wieder in die Schlagzeilen - denn irgendwo muss die Ursache für all die Schießereien ja zu finden sein...