Jetzt ist es raus: Der Suchmaschinen-Gigant Google hat sich für die stattliche Summe von 1,65 Milliarden Dollar (umgerechnet 1,32 Milliarden Euro) den weltgrößten Videoanbieter YouTube gekrallt. Bereits am Wochenende hatte es Spekulationen über den Kauf gegeben.

YouTube, mit 30 bis 40 Millionen Besuchern täglich (!) die unangefochtene Nummer Eins unter den "Social networking"-Videoseiten, verzeichnet jeden Tag einen Zuwachs um über 70.000 neue Videos.

Analysten bezeichneten die Übernahme als riskant, da YouTube in letzter Zeit Ärger mit der Musikindustrie hatte. Grund: Viele der privaten Videos sind mit Musik unterlegt, deren Rechte bei BMG, Time Warner & Co liegen. Bislang tolerierten die Rechteinhaber dies auf Grund des Werbeeffektes. Google und YouTube sind sich dieser Problematik ebenfalls bewusst, und kündigten bereits an, mit den wichtigsten Medienkonzernen eine Einigung erzielt zu haben.

Die Konkurrenz ist jetzt unter Zugzwang. Sony hat bereits mit dem Kauf des YouTube-Mitbewerbers Grouper (Kaufpreis: 65 Millionen Dollar) Ambitionen im Videobereich gezeigt. Auch Yahoo liebäugelte mit dem Erwerb von YouTube - damit dürfte es jetzt allerdings vorbei sein.