In China und Vietnam spielen über 100.000 Menschen Online-Games um Gold zu sammeln. Die sogenannten „China-Farmer“ sind in der Spieleindustrie nicht sehr beliebt, weil sie den Entwicklern und Publishern das Geschäft kaputtmachen. Aber sie haben auch eine positive Seite: Der Geldfluss unterstützt indirekt die ärmeren Länder.
China-Farmer machen eine Menge Umsatz, vor allem mit dem Verkauf von Gold und Gegenständen wie Flug-Mounts - und unterstützen damit die Volkswirtschaften ärmerer Länder.Wie eine Studie der Weltbank annimmt, haben die virtuellen Güter, die auf dem globalen Markt umgesetzt werden einen Wert von 3 Milliarden US-Dollar. Davon fallen über 75% auf die Gold-Farmer, welche die Spielwährungen anhäufen und später für echtes Geld verkaufen. Die Studie geht davon aus, dass man die Entwicklung vieler ärmerer Länder unterstützen könnte, wenn man diese Dienstleistungen vorantreibt.
Die Hintergründe für das Geschäft mit den virtuellen Währungen und Gegenständen sind vielfältig. In fast allen Online-Spielen benötigt man Geld und Ausrüstung, um voranzukommen. Je besser die Rüstung und je effektiver die Waffen, desto erfolgreicher kann ein Spieler im Spiel agieren. Dabei können diese Rüstungsgegenstände oder Waffen entweder selbst hergestellt werden oder aber auch in erlegten Monstern gefunden werden. Mit diesen Gegenständen wiederum lässt sich im Spiel Handel treiben. Oder auch außerhalb des Spiels, wenn die Gegenstände für echtes Geld verkauft werden.
Zum größten Teil werden diese Gegenstände oder ganze Charaktere von westlichen Spielern gekauft, die nur wenig Zeit zum Spielen haben. Angeboten werden sie dafür von asiatischen Spielern, die nicht nur allein für sich spielen, sondern es beruflich machen und entsprechend organisiert sind. Die Studie geht davon aus, dass etwa ein Viertel aller Spieler von Online-Games echtes Geld in virtuelle Gegenstände investiert. Dabei geben einige durchaus enorm hohe Summen aus - ein Spieler z. B. über 5.700 Euro für einen einzigen Account.
Daraus hat sich ein recht umfangreiches Geschäftsmodell entwickelt, unabhängig von den Bemühungen der Entwickler, diesem Goldhandel das Wasser abzugraben, weil sie glauben, dass er das Spielprinzip unterwandert. Dabei haben die acht größten, chinesischen Goldhändler einen Jahresumsatz von etwa zehn Millionen Dollar - weitere 50-60 Unternehmen sind mit einem Jahresumsatz von etwa einer Million Dollar im Rennen. Im Jahr 2009 lag der Gesamtumsatz bei etwa drei Milliarden Dollar insgesamt.
Die Studie geht davon aus, dass etwa 30% der virtuellen Güter von Spielern erspielt werden, 50% von Bots erzeugt werden und etwa 20% von gehackten Accounts gestohlen werden. Die Kette der Zahlungsvorgänge kann dabei auch recht gut nachvollzogen werden. So hat man herausgefunden, dass von einer 100 Dollar PayPal-Zahlung etwa 30 Dollar an den Händler gehen, 45 Dollar an einen kleineren Farmer und 23 Dollar an den einzelnen Spieler, der das virtuelle Geld erspielt hat.
Die Studie kam zu dem Schluss, dass eine derartige, virtuelle Ökonomie einen signifikanten Eindruck auf die örtlichen Wirtschaftssysteme hinterlassen kann, unabhängig von ihrer Größe. Dabei wurde das Goldfarmen mit dem Anbau von Kaffee in den entsprechenden Ländern verglichen. Bei Letzterem bleibt nur eine Summe von etwa 5,5 Milliarden Dollar im Land - bei einem Wert von über 70 Milliarden Dollar für den Kaffee selbst.





















aktueller Bericht über das Ausmaß des Real Money Trading: Jahresumsatz 3 Milliarden Dollar. 75% davon durch (nicht autorisiertes) Goldselling, Levelservices und dem Verkauf von Bots. 25% durch RMT in F2P. Jeder 4te Spieler nimmt solche Services in Anspruch.
Schöne heile Computerwelt.
Der Goldfarmer verdient
Der Goldfarmer verdient vielleicht nicht viel mehr als derjenige, der T-Shirts bedruckt. Aber die T-Shirt Fabrik gehört H&M oder sonst einem Label, die Goldfarmer Serverfarm dagegen gehört ebenfalls einem Chinesen, der daran gut verdient.
Klingt nach wenig, aber macht in Wahrheit viel aus. H&M gibt seinen Gewinn nicht in China aus, der Goldfarmer Zuhälter schon. H&M legt die Löhne der T-Shirt Drucker aus sicheren 20.000 km Entfernung fest, ohne einen der Arbeiter auch nur zu kennen. Der Oberfarmer dagegen teilt sein Büro mit den Farmboys.
Alles in allem ist es eben nicht mit einer einfachen Milchmädchenrechnung beschrieben, der Unterschied ist aber da.
Brock Pierce der Gründer von IGE die bis vor einigen Jahren der größte Goldseller Konzern weltweit war (inzwischen nicht mehr) stammt aus Minnesota. Und soweit ich es beurteilen kann haben alle Goldseller Firmen ihren Sitz in irgend welchen Steuer Oasen. Dh ausser den Besitzern hat gar kein Land etwas davon. Und H&M wird wenigstens einige Mindest Standards einhalten, weil Sie sonst in Europa boykottiert werden würden. Die Goldseller müssen das nicht.
mal wieder ein schönes beispiel für volksVERDUMMUNG und dummes geschwätz von irgendwelchen arschlächern die dann die weniger intelligenten menschen von ihrem müll überzeugen
mag sein das dadurch "arbeitsplätze" geschaffen werden (wenn man die arbeitsbedinungen näher beleuchtet fällt auch dieses wort in den müll) und der eine und andere total arme kann sich was wintziges zum lebensunterhalt verdienen - aber die wo hier wirklich ein wachstum verspüren sind die chefs dadrüber - die 100.000 armen schlucker werden ausgenutzt und wie dreck behandelt und wer weiss wieviel an der steuer vorbeigeschleußt... hier von hilfe für arme länder zu sprechen ist eine mutmaßung und dient wohl nur dem kapitalismus
fu all
;)
Es hilft, weil fast die ganze Wertschöpfungskette in China bleibt.
Der Goldfarmer verdient vielleicht nicht viel mehr als derjenige, der T-Shirts bedruckt. Aber die T-Shirt Fabrik gehört H&M oder sonst einem Label, die Goldfarmer Serverfarm dagegen gehört ebenfalls einem Chinesen, der daran gut verdient.
Klingt nach wenig, aber macht in Wahrheit viel aus. H&M gibt seinen Gewinn nicht in China aus, der Goldfarmer Zuhälter schon. H&M legt die Löhne der T-Shirt Drucker aus sicheren 20.000 km Entfernung fest, ohne einen der Arbeiter auch nur zu kennen. Der Oberfarmer dagegen teilt sein Büro mit den Farmboys.
Alles in allem ist es eben nicht mit einer einfachen Milchmädchenrechnung beschrieben, der Unterschied ist aber da.
Ich mein
Ich mein die Arbeitsverhältnisse in Asien (except japan) sind zienlich schlecht. Ich hoffe das sich das ganze irgendwie zu guten wenden wird wie auch immer.
Meinst du die Arbeitsbedingungen der Goldfarmer sind besser? Schon mal die Berichte über Goldfarmen gesehen? Ist auch nur bessere Zwangsarbeit wo die "Spieler" eingesperrt werden 16-20h am Tag "spielen" müssen und als Lohn im Monat Paar€50 bekommen bei freier Kost (Brot und Wasser) und Logi (Decke auf Betonboden im Fensterlosen Raum mit 30 anderen). Wie das den ärmeren Ländern hilft ist mir ein Rätsel. Helfen wird es nur den Besitzern.
Ich mein die Arbeitsverhältnisse in Asien (except japan) sind zienlich schlecht. Ich hoffe das sich das ganze irgendwie zu guten wenden wird wie auch immer.
Deswegen bin ich ja für spiele, wo nicht die rüstung deine stärke vorgeben.
Nein ist es nicht, denn dazu müsste es gegen die Verfassung oder Gesetze verstoßen, was es nicht tut.
Ist nicht besserwisserisch gemeint, aber Firmen machen keine Gesetze. Ihnen legislative Kompetenzen zuzusprechen, lässt mich frösteln. Das wäre ein Schlag in das Gesicht der Demokratie. Musikindustrien, diktieren das Copyright. Die Atomlobby macht die Energiegesetze. Undenkbar.
Und desswegen müssen sie auch weiterhin Politiker schmieren, damit so Leute wie Frau Martin-Prat, ehemalige Lobbyistin der Musikindustrie, zur Leiterin des Urheberrechtsreferats ernannt wird. Wenn die Unternehmen gleich die Gesetze selber machen könnten, bliebe ja plötzlich das ganze Schmiergeld aus und die Polikier würden alle verhungern.[/ironie]
Dann ist allen geholfen.