Lootboxen werden von vielen Spielern verteufelt. Manche Behörden sehen sogar die Gefahr des Glücksspiels in den zufälligen Kisten. In Korea kam es nun zu Strafgeldern gegen drei Gaming-Firmen. Diese haben die Käufer der Lootboxen nicht ausreichend über die Gefahren und Chancen aufgeklärt.

Star Wars Battlefront 2 war der Tropfen, der das Lootbox-Fass zum Überlaufen brachte. Mittlerweile hat sich der Shooter aber gebessert.

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Nexon (Maple Story), Netmarble (Lineage 2 Revolution) und NextFloor (Dragon Flight) haben offizielle Strafen in Höhe von einer Milliarde Won (760.000 Euro) der koreanischen Ordnungsbehörde FTC (Fair Trade Commission) erhalten. Die Strafe gegen Nexon allein beläuft sich auf 944,5 Millionen Won (720.000 Euro). Dabei ging es um das Lootbox-Event "Celebrity Count", das im November 2016 im Spiel Sudden Attack abgehalten wurde. Sudden Attack ist ein Free2Play-Shooter, der sich über die Ingame-Transaktionen finanziert. Dort wurden Puzzle-Teile in den Kisten angepriesen. Sammelt man alle 16 Teile, sollte es spezielle Ingame-Items als Belohnung geben. Eine Lootbox wurde für umgerechnet 68 Cent angeboten. Da die Wahrscheinlichkeiten für die Puzzle-Teile aber unterschiedlich waren, war es ziemlich schwer, an alle heranzukommen.

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Nexon geht gegen Strafe vor

So gibt es Berichte, dass ein User erst nach 460.000 Won (353 Euro) alle Puzzle-Teile von Sudden Attack zusammen hatte. Auch bei den anderen Firmen und Spielen kam es zu ähnlichen Situationen. In Netmarbles "Monster Taming" wurden Chancen auf unbesiegbare Monster mit "unter einem Prozent" angegeben, obwohl die Chancen gerade mal bei 0,0005 Prozent lagen. Laut der Seite Korea Herald will Nexon die Strafe anfechten.