Spätestens seit dem großen Erfolg des Kickstarter-Projektes von Tim Schafer und dessen Studio Double Fine Production (wir berichteten), ist sogenanntes Crowdfunding in aller Munde. Dadurch werden Projekte durch Investoren finanziert, die sich aus Privatpersonen bzw. Fans oder auch Firmen zusammensetzen können.

Inzwischen denken immer mehr Unternehmen über die Projekt-Finanzierung durch Crowfunding nach, darunter Obsidian und aber auch Brian Fargo mit Wasteland 2. Nun soll im nächsten Monat mit Gambitious eine neue Crowdfunding-Plattform starten, die sich direkt an die Spielebranche richtet.

Der große Unterschied zu Kickstarter ist aber der, dass die Investoren an den Einnahmen des jeweiligen Spieleprojektes beteiligt werden. Dabei verspricht man den Entwicklern die volle Kontrolle über ihre Projekte - und sie können angeben, wieviel Kapital sie für ihr Spiel brauchen und was sie dafür anbieten.

Paul Hanraets von Gambitious sagt dazu: "Für Indie-Entwickler schien es oft unmöglich, Kapital für neue oder bestehende Spiele zu bekommen. Die Rolle der traditionellen Publisher hat sich dramatisch verändert und viele sind sehr zögerlich und zurückhaltend bei Investitionen in neue Marken."

Man habe auch bereits einen ersten großen Partner unter Vertrag, genaue Angaben aber wollte das Unternehmen dazu nicht machen. Mit weiteren Entwicklern werde derzeit noch verhandelt.