Wie in einer Pressemitteilung vom BIU (Bundesverband Interaktive Unterhaltungssoftware e. V.) zu lesen ist, haben die Vorstände von G.A.M.E. (Bundesverband der Computerspielindustrie e. V.) und BIU eine Empfehlung für eine Fusion der beiden Verbände ausgesprochen.

Dabei wurden die Eckpunkte der Fusion auf Vorstands- und Geschäftsführungsebene abgestimmt. Darin geht es um Vorschläge für eine neue Verbandsstruktur und Satzung sowie eine zukünftige Positionierung und thematische Aufstellung des gemeinsamen Verbandes.

Das Ziel dieser Fusion der beiden Verbände ist es, "eine gemeinsame, starke Interessenvertretung der deutschen Computer- und Videospielindustrie gegenüber Politik, Behörden, Wirtschaft und Gesellschaft zu schaffen". Denn wie es heißt, sind getrennte Verbände für Publisher und Entwickler sachlich nicht mehr gerechtfertigt.

Außerdem verfolge man im Grunde die gleichen Interessen, die in vielen Punkten wie der Trägerschaft der Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle, dem Deutschen Computerspielpreis oder der Stiftung Interaktive Unterhaltungssoftware deckungsgleich seien.

Für Ende November und Mitte Dezember sind Mitgliederversammlungen angesetzt, wo Detasils der Fusion den Mitgliedern vorgestellt werden sollen.

"Beide Verbände haben die gleiche Absicht: den deutschen Games-Standort und die hier ansässige Industrie stärken. Ein gemeinsamer Verband hat wesentlich mehr Schlagkraft, um dieses Ziel zu erreichen. Das gilt für alle Aspekte der politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Interessenvertretung. In der operativen Verbandsarbeit vertreten beide Verbände ohnehin inzwischen weitgehend gemeinsame Interessen und Positionen. Ein gemeinsamer Verband ist die logische Konsequenz", sagte Thomas Friedmann, Vorstandsvorsitzender des G.A.M.E., im Kontext der Fusionsempfehlung.

Dazu Dr. Olaf Coenen, Vorstandssprecher des BIU: "Die angestrebte Fusion ist ein Zusammenschluss auf Augenhöhe. Die von uns sehr partnerschaftlich ausgearbeiteten Eckpunkte für den neuen Verband unterstreichen dies deutlich. Insbesondere sollen alle bisher bearbeiteten Themenfelder auch im neuen Verband aufgegriffen werden. Die traditionellen Unterschiede zwischen Entwicklern und Publishern von Games verschwinden zunehmend. Viele BIU-Mitglieder unterhalten auch Entwicklungsstudios in Deutschland, und viele Unternehmen in beiden Verbänden bieten ihre Spiele im Internet direkt den Gamern an. Daher hat sich die historische Trennung in zwei Verbände inzwischen überholt."