Sobald das ZDF-Magazin Frontal 21 mit Computerspielen in Verbindung gebracht wird, läuten sofort bei einigen die Alarmglocken, zeigte doch die Vergangenheit, dass es das Magazin nicht allzu genau nimmt und auch gerne Unwahrheiten sendet.

Diesmal nahm sich das Magazin dem Thema "Kostenfalle: Kinderspiele im Internet" an. Der Beitrag beginnt nachvollziehbar, geht es doch um ein Mädchen, das ohne Probleme bei dem Online-Spiel Horse Geld für Virtuelles ausgeben konnte. Dabei nahm sie einfach das Telefon ihrer Eltern und rief eine 0900-Nummer an.

Einen Alterscheck gibt es hier nicht. Carola Elbrecht von der Bundeszentrale der Verbraucherschützer sieht darin eine "Trickserei der Hersteller". Aber auch Regine Pfeiffer, freie Mitarbeiterin im Kriminologischen Forschungsinstitut Niedersachsen, teilt eine ähnliche Ansicht. Sie ist der Meinung, dass die Hersteller damit zum Itemkauf verführen.

Sie zieht sogar einen Mitschnitt einer Konferenz von der CasualConnect heraus, laut dem angeblich die Entwickler Spaß daran hätten, auf solche Art und Weise den Kunden Geld aus der Taschen zu ziehen. So könne man etwa einen wichtigen Gegenstand zerstören und im Vorfeld eine Art Versicherung dagegen anbieten.

Ein wenig später wird auch auf League of Legends eingegangen, hier aber wird es schon etwas reißerischer. Denn Anbieter Riot Games Mails würde angeblich Drohmails an die Spieler verschicken, wenn sie vorzeitig aus einer Spielrunde aussteigen. Besonders die Zeile "Feigling ersten Grades" aus der Mail hebt der Bericht hervor.

Das ist bei vielen Online-Spielen jedoch üblich und stellt natürlich absolut keine Drohung dar. Die Spieler können andere Spieler melden, wenn sich diese unfair verhalten bzw. die Runde vorzeitig verlassen, wodurch sie eine Art Mahnung bekommen. Kommt das zu häufig vor, kassiert man schonmal eine Sperre. Doch so bedrohlich, wie es Frontal 21 ausdrückt, ist das Ganze nicht.

Den gesamten Bericht findet ihr unter dem Quellenlink in der ZDF-Mediathek. Was haltet ihr davon?