In Großbritannien werden es Free2Play-Abzocker in Zukunft schwerer haben, denn das Amt für Verbraucherschutz und Wettbewerbsaufsicht (OFT) stellte verbindliche Regeln auf. Wer ein Free2Play-Spiel entwickelt, muss sich an diese also zwingend halten.

Aktuelles - Free2Play: Großbritannien stellt Regeln für Mikrotransaktionen auf

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Auch EAs neuestes iOS-Spiel Dungeon Keeper macht ordentlich von In-App-Käufen Gebrauch.
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Spiegel Online hob hier die drei wichtigsten Punkte aus einem umfangreichen Leitfaden hervor. Die Anbieter müssen über die tatsächlichen Kosten eines Spieles noch vor dem Download informieren - und das direkt ersichtlich. Das kann beispielsweise so aussehen, dass in dem Beschreibungstext die Kosten entsprechend aufgelistet werden.

Wichtig ist außerdem, dass sich die Aufforderungen und Mitteilungen zu Käufen von dem eigentlichen Spiel abheben müssen. Diese dürfen auch nicht als Teil des Spielverlaufs auftreten. Außerdem seien keine Minispiele um die Mitgliedschaft zulässig - es dürfe am Ende also nicht aufgezeigt werden, dass man nun zwar Mitglied sei, dafür aber zahlen müsse.

Der dritte Punkt ist, dass man die Spieler nicht durch Druck zum Zahlen bringen dürfe. Wenn man sich nun beispielsweise um eine Art virtuelles Tamagotchi kümmert, darf kein Text wie "Füttere es oder es bleibt unglücklich" erscheinen. Zulässig wäre es stattdessen: "Dein Tamagotchi ist hungrig, füttere es mit Schokolade oder Bananen. Bananen lassen sich im Spiel einsammeln, wovon es viele gibt. Schokolade ist jedoch selten und kann mit echtem Geld erworben werden."

Es bleibt spannend, ob auch andere Länder diesen Regeln folgen. Denn Mikrotransaktionen bzw. In-App-Käufe sind ein Thema, für das Grenzen gesetzt werden sollten. Erst kürzlich wurde beispielsweise bekannt, dass Apple 32,5 Millionen Dollar an Eltern zurückzahlte, deren Kinder auf solche In-App-Käufe angesprungen sind.