In Australien wird zur Zeit über Haftstrafen für die Kazaa-Betreiber verhandelt, in den USA wurde jüngst die erste Angeklagte wegen Urheberrechtsverletzung durch Filsharing verurteilt - und jetzt das. In Frankreich hat das Parlament einen Gesetzesentwurf gekippt, der Geldbußen von bis zu 300.000€ und Haftstrafen bis zu 3 Jahren für Filesharing-Nutzer vorsah. Die Verteter des Parlaments begnügten sich allerdings nicht damit, den von Kulturminister Renaud Donnedieu de Vabres eingereichten Vorschlag einfach abzulehnen.

Kurzerhand wurde der Text massiv verändert, jetzt sollen Tauschbörsennutzer pro Monat eine Pauschale von ca. 7€ berappen. Dann dürfen sie ohne Angst vor dem Gesetz nach Herzenslust saugen. Für de Vabres, die Künstler und die Musikindustrie ein Skandal. Und eventuell für den französischen Staat höchst problematisch. Denn sollte das Parlament den Gesetzesentwurf am 17. Januar absegnen, drohen Frankreich internationale Sanktionen.

Befürworter des ursprünglichen Gesetzestextes haben jetzt noch bis zum 17. Januar Zeit, die "Abweichler" - Zitat - "pädagogisch zu betreuen".