Eigentlich hätte die Mineorama im Juli in New York stattfinden sollen. Stattdessen hat der Veranstalter die Convention erst verschoben, und sich dann quasi aus dem Staub gemacht - mit über eine halbe Millionen Dollar an Ticketgeldern.

Aktuelles - Fragwürdige Minecraft-Convention betrügt Teilnehmer um eine halbe Millionen Dollar

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Minecraft-Fans haben das Nachsehen
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Stellt euch vor, ihr kauft euch Tickets für die gamescom, und bucht dementsprechend bereits die Tickets für die Fahrt und das Hotelzimmer für die Übernachtung, nur um dann zu erfahren, dass die gamescom nicht stattfinden wird, und ihr euer Geld auch nicht mehr sehen werdet. Glücklicherweise ist es bei der perfekt durchorganisierten gamescom nicht der Fall.

Doch im Falle der Mineorama, einer angeblich geplanten Minecraft-Convention in New York, haben die Teilnehmer das Nachsehen. Ursprünglich hätte die Convention vom 11. bis 13. Juli in New York stattfinden sollen, doch kurz zuvor teilte Organisator Lou Gasco am 7. Juli mit, dass die Convention kurzfristig verlegt werde.

Vier Tage vor dem eigentlichen Beginn der Mineorama hatten die Teilnehmer natürlich bereits die Fahrten und Übernachtungen gebucht. Verständlich, dass sie sauer reagierten. Doch es kam noch schlimmer: Am 8. Juli teilte Gasco zwar über Twitter mit, dass der Grund für die Verschiebung die fehlende finanzielle Deckung sei, und man genaue Informationen über die Formalitäten bezüglich einer Rückerstattung rausschicken wolle, doch kurz darauf verschwand erst die Homepage der Mineorama Convention, dann wurde auch der dazugehörige Twitter-Account gelöscht. Der Facebook-Auftritt ist zwar noch vorhanden, wurde aber seit dem 8. Juli nicht mehr aktualisiert.

Das Schlimme an der ganzen Sache ist die, dass ein Ticket satte 150 Dollar gekostet hat. Im Juli teilte Gasco noch mit, dass rund 3600 Tickets verkauft wurden. Das macht in der Summe ganze 540.000 Dollar, die der Veranstalter durch die Verkäufe eingenommen hat. Seitdem die Veranstalter abgetaucht sind, hat auch keiner der Teilnehmer mehr irgend etwas von ihnen gehört. Es gibt also keinerlei Information darüber, ob und wann die Convention stattfindet, und vor allem, ob und wie die Tickets rückerstattet werden sollen.

Besonders tragisch ist die Sache für diejenigen, die ihre Tickets über Paypal bezahlt haben. Normalerweise kann man sich bei Paypal bei berechtigter Beschwerde das Geld über den Käuferschutz zurückholen. Doch das geht nur bis zu einer bestimmten Zeitgrenze. Ist die überschritten, kann man auch keine Beschwerde mehr einlegen und erhält sein Geld nicht mehr zurück.

Kotaku rief daraufhin Timothy Carroll, einen weiteren Veranstalter der Mineorama an, und bat um eine Stellungnahme und die Beantwortung einiger Fragen. Carrolls Antwort bevor er auflegte: "Kein Kommentar."

Na wenn das kein glatter Betrug ist?