Region-Sperren könnten bei Spielen, Filmen und Serien bzw. Videos eines Tages möglicherweise der Vergangenheit angehören. Zumindest stellte die Europäische Kommission nun eine Strategie für den digitalen Binnenmarkt vor.

Darin führt man an, dass digitale Technik für unser tägliches Leben ein fester Bestandteil geworden ist – ganz egal ob nun im Studium oder beim Betrachten von Filmen, ob beim Online-Kauf und –Verkauf, beim Kontakt mit Freunden oder bei Fragen an den Arzt.

Auch wenn das Internet eine Fülle an digitalen Möglichkeiten biete, so würden Privatpersonen und Unternehmen in Europa täglich vor zahlreichen Hindernissen stehen: "…von geografischen Sperren über Unzulänglichkeiten bei der grenzüberschreitenden Paketauslieferung bis zur fehlenden Verbindung zu elektronischen Diensten."

Auch betont man, dass digitale Dienstleistungen viel zu häufig Halt an den Landesgrenzen machen. Daher habe die Juncker-Kommission die Beseitigung dieser Hürden und die Schaffung eines digitalen Binnenmarkts zu einer Priorität ihrer Arbeit erklärt. Entsprechend wolle man die EU-Binnenmarktfreiheiten auf die digitale Welt ausdehnen und dadurch Wachstum und Beschäftigung auf dem Kontinent fördern.

Insgesamt wurden drei Bereiche herausgearbeitet, von denen vor allem folgender Unterpunkt interessant sein dürfte: "Abbau geografischer Sperren: Zu viele EU-Bürger können Dienstleistungen, die in anderen EU-Ländern angeboten werden, nicht nutzen, oft ohne dass es dafür eine Rechtfertigung gäbe; in anderen Fällen werden sie automatisch zu Anbietern vor Ort umgeleitet, die andere Preise verlangen. Eine solche Diskriminierung darf es in einem Binnenmarkt nicht geben."

Außerdem möchte sich die Kommission mit der wachsenden Bedeutung von Online-Plattformen (darunter Suchmaschinen, sozialen Medien, App-Stores usw.) befassen, um so eine "erfolgreiche internetgestützte Wirtschaft" entstehen zu lassen. Hier wolle man überprüfen, "wie sich das Vertrauen in Online-Dienstleistungen durch mehr Transparenz verbessern lässt, wie diese Dienstleistungen in die Online-Wertschöpfungskette einbezogen werden können und wie sich das schnelle Entfernen illegaler Inhalte erleichtern lässt."