Die Europäische Kommission widmet sich dem Free2Play-Geschäft und trifft sich heute (sowie gestern) mit Kommissionsmitgliedern, um darüber zu diskutieren. Das Modell ist sehr beliebt und erfolgreich, verwirrt aber auch schnell die Kundschaft.

Aktuelles - EU-Kommission nimmt sich der Free2Play-Problematiken an

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Free2Play-Spiele sind bei der Europäischen Kommission aktuell ein Thema.
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Die Kommission sieht alleine im Begriff Free2Play schon irreführende Werbung, denn sollten Spiele etwa das Wort "free" nutzen, dann sollten diese auch wirklich kostenlos spielbar sein - komplett ohne In-App-Käufe. Darüber hinaus sind Aufforderungen wie "Buy now!" und "Upgrade now!" nicht gerne gesehen.

Man erwartet in den nächsten Jahren durchaus ein Umsatzwachstum auf 63 Mrd. Euro. Wie Viviane Reding, EU-Kommissarin für Justiz, Grundrechte und Bürgerschaft, erklärt, habe die Industrie sehr großes Potential, wenn es um Jobs, Wachstum und die Vereinfachung des Lebens durch innovative Techniken gehe.

Doch um dieses Potential überhaupt nutzen zu können, müsse das Vertrauen der Konsumenten gewonnen werden. Denn diese in die Irre zu führen, sei das falsche Geschäftsmodell und widerspreche dem Geiste der europäischen Verbraucherschutzpolitik.

Wie sie weiter angibt, erwarte die Kommission daher deutliche Antworten der Hersteller auf die Befürchtungen der Konsumenten und der nationalen Verbraucherschutzorganisationen. Verweist wird auf jene Vorschriften, die erst kürzlich das britische Office of Fair Trading machte. Laut diesen müssen Free2Play-Titel ab April mitteilen, welche Kosten zu erwarten sind.

Hauptsächlich geht es in der gestrigen und heutigen Konsultation um die folgenden vier Punkte:

  • Spiele in der Free2Play-Vermarktung müssen mögliche Kosten enthüllen bzw. dürfen diese nicht verstecken.
  • Kinder dürfen nicht direkt zum In-App-Kauf animiert werden.
  • Konsumenten müssen adäquat über Kosten informiert werden - Gebührenabbuchungen dürfen nicht ohne Hinweis durch Einstellungen in den Optionen genehmigt sein.
  • Anbieter müssen über eine Mailadresse für den Konsumenten erreichbar sein.