Seitdem es Spiele gibt, wird diskutiert, ob diese negative Auswirkungen auf die Gamer haben könnten. Nun scheint es eine erste Studie zu geben, die dies beweisen könnte. So sollen Spieler von Ego-Shootern einen deutlichen Verlust der grauen Masse im Hirn erleiden, wenn sie häufiger Spiele wie Call of Duty oder Battlefield 1 starten.

Studie - Ego-Shooter sollen Hirn der Spieler schädigen

alle Bilderstrecken
Wischen für nächstes Bild, klicken um Infotext ein- / auszublendenBild 1/11Bild 7/171/17
Shooter sollen laut einer Studie das Hirn schädigen.
mehr Bildersteckenalle Bilderstrecken

Die Studie stammt von den Wissenschaftlern Gregory West und Véronique Bohbot, die an der McGill University in Montreal arbeiten. Dort wurden die Daten über vier Jahre hinweg gesammelt. Sie haben sich dabei den Hippocampus genauer angeschaut. Ein Teil des Hirns, der für räumliches Denken und Erinnerungen an vergangene Ereignisse und Erfahrungen wichtig ist. Die Probanden waren alle zwischen 18 und 30 Jahren alt und hatten keine Vorgeschichte mit Games. Die Teilnehmer wurden in zwei Gruppen aufgeteilt. Eine spielte Games, wie Super Mario, während die andere Call of Duty, Medal of Honor und andere Shooter spielen musste. Insgesamt 90 Stunden Spielzeit sammelten die Teilnehmer so im Laufe der Testphase.

Bilderstrecke starten
(46 Bilder)

Langzeitstudien von Nöten

Die Scans der Hirnmasse vor und nach dem Experiment zeigte, dass die Shooter-Spieler einen signifikanten Verlust der Grauen Substanz im Hippocampus erleidet hatten. Laut den Wissenschaftlern soll diese Masse zurückgehen, wenn sie nicht für die Orientierung genutzt wird. Langzeitfolgen könnten Alzheimer oder Depressionen sein.

Allerdings gibt es auch kritische Stimmen. Andere Wissenschaftler kritisieren die Studie aufgrund ihrer Durchführung. Und auch West und Bohbot selbst geben zu, dass sie noch weitere Untersuchungen durchführen müssen, um Langzeiteffekte zu erkennen. Ob das Spielen von Ego-Shootern also auf lange Sicht zu Schäden am Hirn führt, ist noch nicht bewiesen.