EA-Chef John Riccitiello forderte vor einer Reihe von Politikern ein weltweit gültiges und einheitliches Altersfreigabesystem für Videospiele. Nahezu jeder auf diesem Planeten könne auf seinem Handy ein Spiel spielen und der Oberste Gerichtshof gewähre der Industrie die gleiche Meinungsfreiheit wie Autoren, Musikern und Filmemachern, was man auch sehr schätze.

Doch mit großer Freiheit komme auch große Verantwortung, welcher man gerecht werden müsse, indem man die Kunden völlig unabhängig von der Plattform bzw. dem Spielesystem besser informiere. Man brauche einfach ein selbsgesteuertes, weltweites Altersfreigabesystem für alle Plattformen, auf denen man spielen könne.

In den letzten drei Jahren sei die Anzahl der Spielenden von 200 Millionen auf über eine Milliarde angestiegen. Und in den letzten Jahren bemühte man sich mit Apple, Facebook und Google entsprechende Standards für die Altersfreigaben umzusetzen. Auch wenn man nur sehr langsam Fortschritte auf diesem Gebiet mache, so seien diese Unternehmen nach wie vor bemüht, solche plattformübergreifenden Standards einzuführen.

Das amerikanische Entertainment Software Rating Board diskutierte schon in diesem Jahr über eine globale Lösung für Altersfreigaben, während auch der Einstufungsprozess beschleunigt und vereinfacht werden soll, gerade was die mobilen Spiele betrifft.

Laut Riccitiello sei das Elegante an diesem Konzept nicht nur dessen Einfachheit, sondern die Art und Weise, wie es lokale kulturelle Normen mit einem gemeinsamen globalen Standard abgleiche.

Letztendlich sei man an einem Punkt angelangt, an dem man sehr einfach Content entwickeln und vertreieben könne. Man habe gleichzeitig aber auch den Punkt erreicht, an dem man die Art und Weise der Kunden-Informierung anpassen müsse.

Es existieren viele Wege, um an Spiele zu gelangen, darunter Facebook, Google, Apple oder auch Steam und Origin. Die meisten davon hätten zwar ein Altersfreigabesystem, aber keines davon sei wirklich einheitlich, wodurch die Kunden verwirrt werden.