Wenn ihr dachtet, dass sich nur E-Sportler mit Video- und Computerspielen eine goldene Nase verdienen können, dann passt mal auf: Han Yiying, eine chinesische E-Sport-Hostess hat für ihren Beitritt bei einem Gaming-Unternehmen rund 2,5 Millionen Euro erhalten.

Aktuelles - E-Sport-Hostess erhält für ihre Arbeit 2,5 Millionen Euro

alle Bilderstrecken
Weitere Bilder zuAktuelles
Wischen für nächstes Bild, klicken um Infotext ein- / auszublendenBild 1/2Bild 8/91/9
Han Yiying bei ihrer lukrativen Tätigkeit
mehr Bildersteckenalle Bilderstrecken

E-Sports ist der Überbegriff für eine Vielzahl an kompetitiven Online-Spielen, die besonders im asiatischen Raum bereits eine Popularität gewonnen haben, von der amerikanische und erst recht europäische Spieler und Organisationen nur träumen können. Dort ist die Bekanntheit der besten Spieler längst mit der von Sportlern und Stars aus der Film- und Musikbranche gleichgezogen. Es ist nur folgerichtig, dass sich dort auch eine ganze Industrie um diesen Bereich gebildet hat, die zwar viel Geld abwirft, sich aber starker Konkurrenz erwehren muss. Da muss man dem überwiegend männlichen Publikum schon etwas bieten, um sich ihre Aufmerksamkeit zu sichern.

Und das klappt wohl noch immer am besten, wenn man auf weibliche Fachkraft setzt. Mit E-Sport-Hostess ist hier aber nicht einfach eine Dame gemeint, die wie die Messe-Hostessen nur dasteht und gut aussieht, vielleicht sogar noch themenspezifisch gekleidet ist. Die E-Sport-Hosts und -Hostessen sind mit dem Thema vertraut, spielen häufig selbst, kommunizieren mit den Spielern und kommentieren die Wettbewerbe. Weibliche Hostessen haben da noch den Sex-Faktor. Und das wirkt sich natürlich positiv auf ihre Resonanz, aber auch auf ihr Gehalt aus. Kein Wunder also, dass sich Gaming-Unternehmen um besonders beliebte E-Sport-Hosts und -Hostessen streiten. Denn wer mehr Aufmerksamkeit erhält, verdient auch mehr Geld.

Han Yiying, die als "MisS" selbst professionell gespielt hat, erhielt für ihren Beitritt als E-Sport-Hostess bei einem Gaming-Unternehmen satte 2,5 Millionen Euro. In China gilt Han Yiying, die auch schon bei den World Cyber Games dabei war, als "Queen of E-Sport", ihre schon große Popularität und ihr Fachwissen als Profi-Spielerin dürfte da mit reingespielt haben. Damit bewegt sie sich in einem Kreis aus rund 20 E-Sport-Hostessen, die ähnlich hohe Beträge haben sollen. Überhaupt sollen die Gehälter für E-Sport-Hostessen in China allein im Jahr 2014 um das Zehnfache angestiegen sein.

Ein lukratives Geschäft meint ihr? Natürlich ist das nur die Spitze des Eisbergs. Die meisten Hosts verdienen weitaus weniger und selbst als Hostess kriegt man bei weitem nicht solche astronomische Beträge ausgezahlt. Doch allein die Tatsache, dass man im E-Sport mittlerweile Millionen verdienen kann, selbst wenn man nicht als E-Sportler auftritt, zeigt auf, dass der E-Sport dabei ist, sein Nischendasein hinter sich zu lassen. Selbst im Westen ist es anhand der Streaming-Plattform Twitch zu beobachten.