Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Marlene Mortler, will die Altersfreigabe bei Videospielen überarbeiten. Ihrer Meinung nach suggerieren die aktuellen Einstufungen bei Spielen, die beispielsweise eine Freigabe "ab null" erhalten, einen falschen Eindruck über die geeigneten Konsumenten.

Aktuelles - Drogenbeauftrage will Suchtpotenzial bei Online-Spielen hervorheben

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Sollte das Suchtpotenzial von Spielen in ihre Altersbeschränkung einbezogen werden?
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Die Altersfreigabe "ab null" vermittelt den falschen Eindruck, die Spiele seien schon für Kleinkinder geeignet“, so die CDU-Politikerin im Interview mit "Der Westen". „Da müssen wir ran. Ich setze mich dafür ein, dass auch das Thema "Suchtpotenzial" berücksichtigt wird. Viele Spiele weisen sehr gut erkennbare Belohnungs- und Bestrafungsmechaniken auf. Wer den Rechner abschaltet, verliert in der virtuellen Welt Punkte, Ansehen oder sogar das Leben seines Avatars. Wer online bleibt, wird hingegen zum virtuellen Helden.“

Unterstützung durch Experten

Bei ihrem Kampf gegen die bisherigen Freigabestufen von Videospielen wird die Drogenbeauftrage durch einige Experten gestützt. So berichtet Suchtexperte Hans-Jürgen Rumpf: „Die Einstufung "ab null", also ohne Altersbeschränkung, muss abgeschafft werden. Es gibt keine Online-Spiele, die für Kleinkinder unbedenklich sind. Bei unter Dreijährigen sollte es gar keine Freigabe geben.“

Ein Spiel wie "World of Warcraft", das heute für 12-Jährige freigegeben ist, hat ein so hohes Suchtpotenzial, dass es eigentlich erst ab 18 Jahren frei sein dürfte.“ Rumpf fungiert als leitender Psychologe an der Universität Lübeck. Bislang werden Videospiele und andere Unterhaltungsmedien in die Kategorien ab 0, ab 6, ab 12, ab 16 oder ab 18 Jahren eingeteilt.

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