Mitten während eines Livestreams der Beta von Call of Duty: Black Ops 4 musste der berühmte Streamer DrDisRespect das Ganze abbrechen. Der Grund: Jemand hat auf sein Haus geschossen.

Sichtlich aufgebracht und nicht mehr "in character" erklärte sich Guy Beahm, wie DrDisRespect mit echtem Namen heißt

Guy Beahm alias DrDisRespect ist nicht nur eine der bekanntesten Streaming-Persönlichkeiten im Netz, er ist auch einer der kontroversesten. Nicht selten provoziert der Zwei-Meter-Hüne und zeigt seinem Namen entsprechend wenig Respekt für andere. Damit zog er sich nicht selten den Zorn von Fans anderer Streamer und Co. zu. Beahm legte sich sogar mit dem Entwickler des Battle-Royale-Titels PLAYERUNKNOWN'S Battlegrounds, Brendan Greene, an und drohte - wenn wohl auch "in character", also seinem Alter Ego entsprechend - diesem Gewalt an.

"Gewalt als die beste Art zu bezeichnen, um eine Meinungsverschiedenheit zu lösen, ist einfach nur falsch, selbst wenn man dabei in character ist."

Schüsse auf das Haus

Doch nun ist Beahm selbst Opfer von Gewalt geworden - echter Gewalt. Mitten während eines seit drei Stunden stattfindendem Livestreams der Beta von Call of Duty: Black Ops 4 mit rund 50.000 Zuschauern wurde auf sein Haus geschossen, woraufhin der Streamer aufsprang und kurz verschwand.

"Ich muss den Livestream beenden", so Beahm, als er wieder vor die Kamera trat - und das ohne Perücke und Sonnenbrille, also nicht mehr als DrDisRespect. "Jemand hat auf unser Haus geschossen und ein Fenster im ersten Stock zerstört. Das ist schon der zweite Schuss. Jemand hat gestern geschossen, Jemand hat gestern auf unser verdammtes Haus geschossen und jemand hat es gerade wieder getan. Das ist ein Drive-by, oder? Du Memme! Ich muss den Stream beenden."

Die Behörden in Kalifornien untersuchen den Fall aktuell. Dass es sich dabei um zufällige Schüsse in seiner Gegend handeln könnte, darf ausgeschlossen werden, immerhin passierte das nun zum zweiten Mal innerhalb zweier Tage. Über DrDisRespects Twitch-Seite wird mitgeteilt, dass es der Familie den Umständen entsprechend gut gehe und notwendige Schritte eingeleitet werden, um ihre Sicherheit zu gewähren.

Sollte das der Versuch eines fanatischen Fans oder gar Stalkers sein, sich über diese Tat Anerkennung zu verschaffen beziehungsweise DrDisRespect aus der Reserve zu locken, wäre das absolut zu verurteilen. Sollte das Ganze gar als "Prank" gedacht sein, wäre es zudem eine völlig neue bösartige Dimension im Vergleich zum Swatting, bei dem es ebenfalls schon zu einem Todesfall gekommen ist.

Beahm hatte bereits in der Vergangenheit Gewaltandrohungen erhalten und diese stets als reine Online-Provokation abgetan. "Nichts, nichts. Das ist ja das Schöne daran, meine Damen und Herren...Ihr würdet mir gar nichts antun, wenn ich direkt neben euch stehen würde", sagte DrDisRespect noch vor einiger Zeit während eines Fortnite-Streams und meinte damit wohl seine einschüchternde Größe.