Die "Family Media Guide" - eine amerikanische Jugendschutz-Organisation - hat eine Liste veröffentlicht, welche die zehn ihrer Meinung nach brutalsten PC- und Videospiele des Jahres 2005 enthält. Der Titel der Veröffentlichung: "Dieses Jahr werden einige der brutalsten Videospiele aller Zeiten zum Kauf angeboten".

Unter anderem führt die Liste zwei Spiele an, die auf Grund von zu exzessiver Gewaltdarstellung in Deutschland gar nicht erst erschienen sind bzw. nicht erscheinen werden: God of War und Condemned. Auch das in Australien jüngst verbotene 50 Cent: Bulletproof ist mir von der Partie.

Hier die komplette Liste, die übrigens ohne Angabe einer besonderen Rangfolge verfasst wurde. Offenbar stuft die Family Media Guide alle Spiele als gleich "gefährlich" ein.

  • Resident Evil 4 - Unter anderem, weil zu Beginn des Spiels eine Frau zu sehen ist, deren Leiche mit einer Mistgabel im Kopf an einer Wand "befestigt" ist.
  • Grand Theft Auto: San Andreas - Unter anderem, weil der Spieler "Mord, Raub und Zerstörung auf jedem vorstellbaren Niveu" über die Stadt bringen kann. Außerdem, weil der Besuch bei Prostituierten die Gesundheit regeneriert.
  • God of War - Unter anderem, weil Gefangene in Brand gesteckt und Gegner mit Finishing Moves in zwei Stücke geteilt werden können.
  • NARC - Unter anderem, weil der Konsum von harten Drogen der Spielfigur die Möglichkeit gibt, Gegnern den Kopf vom Körper zu treten.
  • Killer 7 - Unter anderem, weil der Spieler das Blut seiner Feinde sammeln und damit seine eigene Lebensenergie steigern kann.
  • The Warriors - Unter anderem, weil die Gang der Spielfigur dazu aufgefordert werden kann, alles in der Umgebung zu zerstören.
  • 50 Cent: Bulletproof - Unter anderem, weil getötete Feinde ausgeraubt werden können, um von der Beute neue 50 Cent CD's zu kaufen.
  • Crime Life: Gang Wars - Unter anderem, weil der Spieler auf offener Straße alle Passanten ohne Grund erschießen kann.
  • Condemned: Criminal Origins - Unter anderem, weil das Spiel stark auf den Nahkampf fokussiert ist und nahezu jeder Gegenstand als Waffe eingesetzt werden kann. Dazu kommt die enorm realistische Darstellung der Szenen durch die Next-Gen-Hardware.
  • True Crime: New York City - Unter anderem, weil es für das Ausrauben von Passanten Extra-Kohle gibt.

Auch wenn wir selbstverständlich den Jugendschutz und die Bemühungen um Aufklärung der Eltern begrüßen - kann man so etwas denn nicht mal seriös und ohne hetzerische Überschrift gestalten?