Wissenschaftlern ist ein entscheidender Schritt bei der Verschmelzung von virtuellen Abläufen und realem Empfinden geglückt. In einem Experiment erzeugten die Forscher bei den Probanden die Illusion, sie befänden sich in einem anderen Körper.

Bewerkstelligt wurde diese Täuschung mithilfe eines ausgeklügelten Systems aus Kameras und Displays, das den Testpersonen vorgaukelte, der Körper einer Puppe sei ihr eigener. Den Rest erledigte das Gehirn.

„Die Experimente zeigen, wie leicht man das Gehirn bei der Wahrnehmung des eigenen Körpers austricksen kann“, erklärt Versuchsleiter Henrik Ehrsson vom Karolinska-Institut in Stockholm und schwärmt weiter:

„Dadurch, dass Sinneseindrücke manipuliert werden, gewinnt jemand sehr leicht den Eindruck, nicht mehr in seinem eigenen Körper und gleichzeitig in dem eines anderen zu sein.“

Die Ergebnisse der Versuchsreihen will man in der Robotertechnologie sowie in virtuellen Realitäten nutzbar machen. Die Matrix ist also nicht mehr weit.