Der deutsche Markt für Videospiele wuchs im ersten Halbjahr um sechs Prozent, wie der Bundesverband Interaktive Unterhaltungssoftware (BIU) bekannt gab.

Aktuelles - Deutscher Videospielmarkt wächst um sechs Prozent

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So konnten im ersten Halbjahr 798 Millionen Euro umgesetzt werden, nachdem im Vorjahreszeitraum der Umsatz bei 752 Millionen Euro lag. Laut Dr. Maximilian Schenk, Geschäftsführer des BIU, ist der Markt für digitale Spiele "extrem dynamisch" und der Start einer neuen Konsolengeneration führe in der Regel zu einer Orientierungsphase bei den Konsumenten, was sich in einer vorübergehenden Kaufzurückhaltung äußere.

Im Gegensatz zu allen anderen wichtigen Märkten sei der deutsche für digitale Spiele in dieser Phase sehr stabil und starte wieder durch: "Hinzu kommen wichtige Wachstumstreiber wie die neuen Spielkonsolen, der Boom bei Spielen für Mobilgeräte und das Free-to-Play-Geschäftsmodell, die die Marktentwicklung in den kommenden Jahren maßgeblich beeinflussen werden."

Den Start der neuen Konsolengeneration (PS4, Xbox One, Wii U) bezeichnet man als sehr erfolgreich. Die neuen Konsolen hätten sich in den jeweils ersten sechs Monaten 23 Prozent häufiger als PS3, Xbox 360 und Wii zu ihrer damaligen Zeit verkauft. Für die nächsten Jahre rechne man mit einem "deutlichen Wachstumsimpuls" der Industrie.

Was die Spiele für Smartphones und Tablets betrifft, so hat auch dieser Bereich zugelegt. Satte 133 Prozent mehr Umsatz (114 Millionen Euro) konnte man hier im ersten Halbjahr erreichen. Immer mehr Spieler würden inzwischen Geld für virtuelle Zusatzinhalte ausgeben. Mehr als 3 Millionen Euro sollen es in diesem Jahr gewesen sein, was ein Anstieg von 10 Prozent im Vergleich zum Vorjahr darstellt.

Selbst Downloads legten zu: 23 Prozent des Umsatzes machen diese aus. 2010 noch lagen diese bei gerade einmal 4 Prozent. 18 Prozent setzen weiterhin auf Datenträger.

"Wie in anderen Medienbranchen auch löst der Trend zur digitalen Distribution eine große Dynamik aus. Mit hochwertigen Sammler-Editionen und den immer stärker nachgefragten Kombinationen aus physischen Spielfiguren und digitalen Spielen hat der Handel hier aber weiterhin eine gute Position. Wir gehen davon aus, dass sich das Verhältnis zwischen Datenträgern und Downloads mittelfristig auf einem festen Verhältnis einpendeln wird", heißt es.