Im ersten Halbjahr 2010 ging der Umsatz des deutschen Gamesmarkt im Vergleich zum Vorjahr leicht zurück.

Aktuelles - Deutscher Spielemarkt im ersten Halbjahr leicht eingebrochen

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Das gab der Bundesverband Interaktive Unterhaltungssoftware (BIU) im Rahmen einer Pressekonferenz im Vorfeld der gamescom bekannt. Die Marktzahlen basieren auf der Befragung von 25.000 Konsumenten durch die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) und schließen das Digitalgeschäft aus.

Mit einem Umsatz von 632 Millionen Euro in den ersten sechs Monaten ist dieser um 4 Prozent gegenüber 2009 (662 Mio. Euro) gesunken. Während der durchschnittliche Preis pro Spiel stabil bei 25,56 Euro blieb, ging die Zahl der Verkäufe um 4 Prozent auf 24,7 Millionen Einheiten zurück.

Der Umsatz auf dem PC-Markt brach um 4 Prozent ein und beläuft sich auf 197 Mio. Euro. Insgesamt wurden 11,5 Millionen Spiele für den PC verkauft.

Auf dem Markt der Konsolen-Spiele geht es weiterhin bergauf und mit 9,2 Mio. verkauften Spielen für Wii, PS3 und Xbox 360, verzeichnete man im ersten Halbjahr ein Plus von 7 Prozent. Dies entspricht einem Umsatz von 334 Mio. Euro (plus 3 Prozent).

Weitaus schlechter sieht es bei den Handheld-Spielen aus. Mit 102 Mio. Euro viel der Umsatz um ganze 25 Prozent im Vergleich zu den Vorjahresmonaten. Es wurden 19 Prozent weniger Spiele verkauft (4,1 Millionen Stück).

"Nach einem gelungenen Start ins Jahr hatten wir vor allem im zweiten Quartal einen deutlichen Rückgang zu verzeichnen", kommentiert BIU-Geschäftsführer Olaf Wolters die Marktzahlen des ersten Halbjahres. „Mit der Fußball-WM und der Hitzewelle hatte die Gamesbranche vor allem in den Sommermonaten eine starke Konkurrenz. Das spiegelt sich auch in den Umsatzzahlen wieder.“

Doch vor allem durch die gamescom erwartet der BIU ein positives Gesamtjahr, denn PlayStation Move, Microsoft Kinect und Nintendo 3DS sollten neues Interesse wecken. „Wir gehen davon aus, dass sich der Markt nach der gamescom wieder erholen wird, zumal sich aktuell eine Aufhellung des Konsumklimas abzeichnet", so Wolters weiter.

„In der Vergangenheit hat sich gezeigt, dass Hardware-Innovationen, die zu einem neuen Spielerlebnis beitragen, den Umsatz in der Branche befeuern. Hier hat die diesjährige gamescom einiges zu bieten – auch im Bereich der Handhelds, der sich seit dem Rekordjahr 2008 auf Talfahrt befindet. Mit den gamescom-Neuheiten, die zum großen Teil noch in diesem Jahr in den Handel kommen werden, gehen wir davon aus, das Gesamtjahr mit einer schwarzen Null abschließen zu können“