Deutsche Spieler gaben im letzten Jahr insgesamt 2,41 Mrd. Euro für neue Hardware und -Software (digital sowie Retail) aus, wie der Bundesverband Interaktive Unterhaltungssoftware (BIU) im Rahmen einer repräsentativen Kundenbefragung (25.000 deutsche Konsumenten) mitteilt.

Aktuelles - Deutsche Spieler gaben im letzten Jahr 2,41 Mrd. Euro aus

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Vor allem den neuen Konsolen sei es zu verdanken, dass der deutsche Markt stabil geblieben ist.
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Im Vergleich zum vorherigen Jahr konnte das Umsatzniveau in etwa gehalten werden, was vor allem den neuen Konsolen zu verdanken sei. 590 Millionen Euro wurden in Hardware investiert, während insgesamt 69,5 Millionen Spiele verkauft wurden.

Umgesetzt werden konnten bei Spielen plattformübergreifend (inklusive DLCs, Browserspiele, Mobile-Gaming und Co.) 1,82 Milliarden Euro. Alleine für die stationären Konsolen wurden insgesamt 23,5 Millionen Spiele verkauft, was ein Plus von etwa 500.000 Titeln darstellt. Das entspricht einen Umsatz von 862 Millionen Euro und somit 5 Prozent mehr im Vergleich zum Vorjahr.

Was den Handheldmarkt betrifft, so lagen die Umsätze bei 176 Millionen Euro. In Sachen PC-Spiele gingen die Verkäufe etwas zurück: 2012 waren es 24,7 Millionen verkaufte Spiele, 2013 schließlich 23,5 Millionen. Unterdessen verzeichneten Browserspiele einen Nutzerzuwachs von vier Prozent auf 11,6 Millionen Spieler, während Client-basierte Online-Spiele bei 9,6 Millionen (zuvor 10 Mio.) Nutzern lagen.

Bei digital vs. physisch greifen deutsche Spieler nach wie vor lieber auf Retail-Versionen zurück. 79 Prozent aller PC- und Konsolen-Spiele werden via Retail abgesetzt, 21 Prozent hingegen via Download verkauft.

"Gemessen an den Absatzzahlen war Deutschland auch 2013 noch viel zu wenig Produktionsstandort für Computer- und Videospiele. Gerade vom Wachstumsmarkt der Konsolenspiele können deutsche Unternehmen zu selten profitieren. Länder wie Kanada, Großbritannien oder Frankreich haben die wirtschaftlichen Potenziale der Branche frühzeitig erkannt und fördern die Unternehmensansiedlung und ihren Standort. Deutschland darf den Anschluss an internationale Standards in der Kreativwirtschaft nicht verlieren. Das digitale Spiel ist das Leitmedium der digitalen Kultur", so BIU-Geschäftsführer Dr. Maximilian Sche.