30 Jahre ist es mittlerweile her, als mit dem IBM 5150 am 12. August 1981 der "erste echte" Personal Computer auf den Markt kam. Er war klobig, der Monitor war zu klein und grüne Schrift auf schwarzem Hintergrund auf Dauer unangenehm für die Augen. Die Hardware und aber auch die Software waren letztendlich kein Meilenstein.

16 Kilobyte Arbeitsspeicher war das Höchste der Gefühle, Daten wurden auf einer 5,25 Zoll großen Disketten mit maximal 160 Kilobyte gespeichert und eine 4,77 Megahertz schnelle Zentral-Prozesssoreinheit lockte damals niemanden hinter dem Ofen hervor. Dennoch war der IBM 5150 ein voller Erfolg und wurde ein Jahr später dadurch sogar "Man of the year" des TIME-Magazins.

Aus der damaligen Sicht war der PC ein Schnäppchen - blickt man heute jedoch auf den Preis, rollen sich die Fußnägel hoch. Die Grundversion kostete 1565 Dollar, in Deutschland wegen anderer Steuersätze um die 4000 bis 5000 Mark.

Heute gilt der IBM 5150 als Vorläufer aller Rechner, die mit Windows betrieben werden. Er war die Antwort auf einen Markt, auf den Firmen wie Commodore oder Apple preisgünstige Kompaktrechner herausbrachten.

Der IBM 5150 wurde damals in nur wenigen Monaten entwickelt, da der PC nicht von Grund auf neu konzipiert wurde, sondern IBM auf diverse Dienstleister setzte. Einer davon steuerte das Betriebssystem bei: Bill Gates bzw. Microsoft.

Mit dem Betriebssystem konnte die Maschine Textverarbeitung, Tabellenkalkulation und auch Telespiele nutzen; mit einem Drucker wurde das Gesamtpaket abgerundet. Es wird spekuliert, dass der Name IBM letztendlich zum Erfolg des PCs beitrug, da er nahezu allen Geschäftsleuten und Durchschnittsbürgern bekannt war.

Aber auch die Offenheit des Rechners dürfte für den Erfolg ausschlaggebend gewesen, da Komponenten durch Steckkarten nachgerüstet werden konnten. Andere Unternehmen durften die grundlegende Architektur ohne Lizenzabgaben nachbauen, wodurch sich der IBM-PC schnell zum Standard durchboxte, an dem sich auch die heutigen Rechner noch orientieren.

Wie zu erwarten, kamen durch den Erfolg auch Nachahmer hervor, die das Konzept kopierten. Darunter Compaq, die bis Anfang der 1990er Jahre die ersten billigen, wirklich massentauglichen PCs auf den Markt brachten. Für Microsoft hätte es keinen besseren Zeitpunkt geben können, da sie nun nicht nur IBM, sondern auch dessen Konkurrenz mit MS-DOS beglückten.

Inzwischen heißt es, der PC sei tot. Dieser Meinung ist auch IBMs Mark Dean, der an der Entwicklung des IBM 5150 mitwirkte. Laut Dead gehe der PC den gleichen Weg wie die Schreibmaschine, die Schallplatte oder die Glühbirne. Abgelöst werde der PC nach und nach von Tablets und Smartphones. Oft wird hier das Jahr 2007 als Wendepunkt genannt, als Apple das iPhone vorstellte.

Wir haben dem PC viel zu verdanken, egal ob das nun in den Bereichen Technik, Wirtschaft oder Gesellschaft ist - Happy birthday.