1495 Deutsche Mark, 0,985 MHz, 64 KB Arbeitsspeicher und geballte 8-Bit-Power - der Commodore 64 (C64) gehört auch heute noch zum meistverkauften Heimcomputer weltweit. In diesen Tagen feiert der graue Brotkasten seinen 30-jährigen Geburtstag.

Der C64 begeistert auch heute noch, etwa 18 Jahre nach dessen Produktionseinstellung. Noch immer ist die Szene äußerst aktiv und bringt nicht nur neue Programme, sondern auch neue Spiele heraus, wovon man einige sogar als Retail-Version kaufen kann.

Technisch gesehen war der C64 damals seiner Konkurrenz weit voraus und lockte nicht nur Spieler, sondern auch Programmierer an. Man konnte via BASIC und Assembler relativ leicht programmieren und manche Zeitschriften damals enthielten ganze Codes, die der Nutzer eingeben und somit seine eigenen Programme / Spiele entwickeln konnte.

Das Gerät hat seine Wurzeln übrigens im Spiele-Bereich. Ursprünglich wurden bestimmte Chips hergestellt, die für ein Videospiel-System entwickelt wurden. Allerdings zeichete sich Ende 1981 ein Videospiele-Crash ab, wodurch sich der damalige Commodore-Chef Jack Tramiel dann doch anders entschied.

Also ging man in eine andere Richtung und entwickelte auf Basis dessen in nur sechs Wochen den C64, welcher schließlich auf der CES-Messe vorgestellt wurde. Wieviele Computer wirklich verkauft wurden, das weiß niemand. Laut Schätzungen sind es knapp zwischen 13 Millionen und 30 Millionen C64.

Mit zu den bekanntesten Spielen auf dem C64 gehören Great Giana Sisters, Elite, Last Ninja, Turrican, Defender of the Crown sowie zahlreiche bekannte und noch heute existierende Reihen.