DRM - ein Thema, das die diesjährige E3 zu beherrschen scheint. Hielten sich Entwickler bislang zurück, bestätigen sie nun nach und nach, nur das Beste für die Spieler zu wollen und auch Sony und Microsoft haben bereits mehr oder weniger bestätigt, dass Gebrauchtspiele von ihrer Seite aus erlaubt sein werden. Einer, der nicht an eine Zukunft glaubt, in der Gebrauchtspiele ohne Weiteres neben teuren Spieleproduktionen bestehen bleiben können, ist Designer Cliff Bleszinski, der sich über Twitter zu Wort meldete.

"Man kann keine so hohen Spiele- und Marketing-Budgets haben, während es gleichzeitig Gebraucht- und Leihspiele gibt. Leute, das geht so nicht auf," schrieb Bleszinski über seinen Twitter-Account. "Visueller Glanz und Features, die wir von heutigen Spielen verlangen, kommen mit himmelhohen Kosten. Die Spiele der 'Assassin's Creed'-Reihe werden von tausenden von Entwicklern gemacht."

Auf die Antwort einiger, dann müsse man die Kosten einfach senken, antwortete Bleszinski, dass ihr Kommentar reichlich dumm sei. Das sei seiner Meinung nach auch der Grund, warum überall das Free-To-Play-Modell und Mikrotransaktionen sprießen. Das disc-basierte $60-Modell habe längst ausgedient.

Es sei auch nicht die Aufgabe von Publishern oder Herstellern wie Microsoft, für eine starke Internetanbindung zu sorgen, sondern die der Provider. "Wenn ihr euch High-Speed-Internet leisten könntet und ihr es da, wo ihr lebt, nicht erhalten könnt, dann beklagt euch bei dem, der dafür verantwortlich ist, euch zu blocken."

Zudem glaube Bleszinski, dass Sony ähnliche Pläne wie Microsoft hat. "Ich wette darauf, dass Sony etwas ähnliches im Ärmel hat. Sie nutzen den Internet-Aufschrei für kostenlose PR. Ihr werdet alle hinters Licht geführt!"