Das eine große Menge der Goldfarmer aus asiatischen Ländern stammen, ist kein großes Geheimnis. Sie haben nicht ohne Grund den eher spöttisch verwendeten Beinamen „Chinafarmer“ zugeschrieben bekommen. Goldfarming ist, wie Studien gezeigt haben, sogar positiv für die Wirtschaft von Entwicklungsländern, weil auf diesem Weg Geld in die Länder kommt. Wir berichteten. Dass es allerdings chinesische Arbeitslager gibt, in denen Gold erspielt werden muss, geht einen Schritt zu weit.

Aktuelles - Chinesische Gefangene werden zum Goldfarming gezwungen

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Chinesische Gefangene werden zum Goldfarming geknechtet. Jede Medaille hat eine Kehrseite.
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Der Guardian führte ein Interview mit einem ehemaligen Gefangenen ein chinesischen Gefängnisses, der darüber berichtete, dass er zuerst gezwungen wurde, tagsüber Handarbeiten durchzuführen und später dann in Nachtarbeit zwölf Stunden lang virtuelle Währungen als Goldfarmer erspielen musste, um mindestens etwa 900 Dollar am Tag zu verdienen.

„Die Gefängnisleiter machten mehr Geld damit, wenn sie die Insassen dazu zwangen Spiele zu spielen, statt sie dazu zwingen, Handarbeiten zu verrichten.

Es gab über 300 Gefangene die zum Spielen gezwungen wurden. Wir arbeiteten in 12-Stunden-Schichten in dem Lager. Ich hörte Sie sagen, das sie zwischen 770,2 und 924,3 Dollar am Tag verdienen könnten. Wir haben nicht ein bisschen von dem Geld gesehen. Die Computer wurden nie abgeschaltet.“

Er berichtete, dass wenn ein Gefangener die Tagesquote nicht erreichte, schwer und brutal bestraft wurde.

„Wir wurden solange am Spielen gehalten, bis wir überhaupt nichts mehr sehen konnten. Viele Gefängnisse im Nordosten Chinas zwingen ihre Insassen, Spiele zu spielen. Das muss dort immer noch passieren.“

Insgesamt werden drei Milliarden Dollar mit dem Goldhandel verdient, der damit grundlegend wirtschaftlich durchaus eine Förderungsmaßnahme für ärmere Länder ist. Es ist nicht zwingend wahrscheinlich, dass es sich bei dieser Menge an Unternehmen, die in dem vorhergehenden Bericht erwähnt werden, ausschließlich um Zwangsarbeiter handelt. Es scheint sich vielmehr um einen sehr unschönen Seiteneffekt zu handeln.