Nicht nur Microsofts Bewegungssteuerung Kinect ist in China "verboten" (wir berichteten), sondern bald auch bestimmte Werbung für MMOs. Dabei dürfen Inhalte nicht mehr beworben werden, die als anzüglich und vulgär gelten, wie etwa halbnackte Damen, Gewalt in jeglicher Art sowie auch das Glücksspiel.

In letzter Zeit waren solche Dinge häufig in MMO-Werbung vertreten, gerade was die halbnackten Damen angeht. Einige Hersteller verpflichteten Pornodarstellerinnen für Werbung, was den Behörden schließlich den Rest gab.

Um etwa das Spiel Warrior OL zu vermarkten, wurde die Erotikfilmdarstellerin Sola Aoi engagiert. Dadurch entstanden hitzige Diskussionen in China und die Behörden waren über die Werbung mit Sola Aoi ganz und gar nicht erfreut. Und natürlich gab es auch Gegenstimmen, die gegen das Verbot protestierten und mit der Ansicht vertreten waren, dass die Spieler in keiner Weise in Verbindung mit dem Beruf der Pornodarstellerinnen stehen.

Das Verbot soll bereits ab dem ersten August gelten. Sollte sich ein Hersteller nicht daran halten, droht wie zu erwarten eine schwere Strafe. Hinzu kommt, dass das neue Gesetz von den Anbietern verlangt, Selbstzensur zu betreiben. Die Spieler müssen sich während einer Registrierung zudem identifizieren, damit sie das jeweilige Spiel spielen können.